Lifestyle

Kann ich durch meinen Lebensstil zur Prävention beitragen?
 
 Es wurde erwiesen, dass asiatische Männer kaum an Prostatakrebs leiden, sobald sie jedoch in den Westen auswandern, steigt die Häufigkeit an Erkrankungen. Die Ursache dieses Phänomens liegt offenbar in der Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. In Japan und China wird beispielsweise kaum Fleisch, dafür umso mehr Fisch und Gemüse verzehrt. Den in Soja-produkten enthaltenen pflanzlichen Hormonen (Phytohormonen) wird eine prostataprotektive Wirkung zugeschrieben. Ein eindeutiger Zusam-menhang besteht auch mit Fett- und Kalorien-aufnahme (Übergewicht). Außerdem haben sich verschiedene andere Pflanzeninhaltsstoffe, wie sie etwa in rotem Gemüse vorkommen, und das Spurenelement Selen als günstig erwiesen.
 
 Eine bewusstere Ernährung mit eventueller Korrektur des Speiseplanes wird sich somit nicht nur auf Ihr Wohlbefinden, auf Gewicht und Herz-Kreislauf-System sondern auch auf die Prostata positiv auswirken. Die Reduktion von Fleisch und Fleischprodukten (Achtung: Fertiggerichte, Wurst!) sowie die Steigerung der täglichen Obst- und Gemüseaufnahme sind somit von Vorteil. Dabei ist es natürlich in unserem Kulturkreis kaum möglich, sich völlig „asiatisch“ zu ernähren. Rotes Gemüse, vor allem Tomaten (Konzentrate + Ketchup) sowie Sojaprodukte (Sojamilch, -joghurt, Tofu) sind zu empfehlen. Was das Spurenelement Selen betrifft, ist die erforderliche Tagesdosis noch nicht genau be-kannt. Zufuhr in Kapsel- und Tablettenform ist möglich.
 
 Darüber hinaus trägt regelmäßige Bewegung viel zu Ihrer Gesundheit bei. Dreimal Wöchentlich mindestens 30 Minuten sind Pflicht und auch im härtesten (Berufs-)Alltag zu ver-wirklichen. Nicht jeder muss laufen können, man soll einfach durch Bewegung ins Schwitzen kommen. Ganz außer Atem zu kommen ist aber auch nicht erstrebenswert, denn dann „ver-brennt“ der Körper nur Kohlehydrate (=Zucker) und kein Fett, was schließlich mit Heiß-hungerattacken nach dem Sport endet. Aber da sind wir schon im sportmedizinischen Bereich, mehr dazu unter Trainingsberatung....
 
 
 
 Einige Tipps für die Praxis:
 

 - Erreichen des Idealgewichtes
 
 - Körperliche Aktivität für mindestens 30min 3x/Woche
 
 - Ersatz von gesättigten Fettsäuren und Cholesterin durch ungesättigte Fettsäuren (Reduktion des Gesamtfettkonsums, mehr Margarine und Olivenöl)
 
 - Zufuhr von Kornflocken und Fasern (25 bis 35g Müsli, Cornflakes, Früchte und Gemüse)
 
 - Vitamine wirken wie Antioxidantien, empfohlen werden 5 Portionen Früchte und Gemüse pro Tag. Eine antioxidative Wirkung be-sitzen Lycopene, die in Tomatensaft, Tomaten-sugo, rosa Grapefruit und Marillen enthalten sind. Ebenso empfehlenswert sind Brokkoli und Spinat
 
 - Konsumation von Phytoöstrogenen wie Iso-flavonen, die in Soja und Rotklee enthalten sind, 25 g Sojaprodukte pro Tag sind empfehlenswert
 
 - regelmäßige und gemäßigte Zufuhr von Fisch und anderen Omega-3-Fettsäure-Quellen. Em-pfehlenswert ist weißer Fisch, fetter Fisch wie Lachs oder Karpfen sollte gemieden werden. Auch Walnüsse und bestimmt Öle wie Olivenöl und Sojabohnenöl sind weiter Lieferanten
 
 - Zufuhr von Vitamin E (in pflanzlichen Ölen und Gemüse), D (Milch und Käse plus UV-Strahlung) und Selen (Knoblauch, empfohlen werden 200 Mikrogramm Selen pro Tag)
 
 -Vermeidung von Nikotin, moderater Alkohol-genuss und Stressreduktion.

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