• Warum Prostata-Vorsorge?
• Was geschieht beim Urologen?
• Was ist der PSA-Wert?
• Und wenn der PSA-Wert erhöht ist?
• Sie leiden unter unwillkürlichem Harnverlust?
• Spermiogramme
• ...zu den kleinen Männern...
• Sportmedizin
Warum Prostata-Vorsorge?
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes und die dritthäufigste Todesursache. Allein in Österreich werden 4000 Neuer-krankungen pro Jahr diagnostiziert, in Europa kommen auf 100.000 Männer 55,3 Prostata-karzinome. Der Häufigkeitsgipfel liegt um das 65. Lebensjahr. Deshalb sollte ab dem 45. Lebensjahr eine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Urologen erfolgen, bei familiärer Belastung (Vater, Großvater, Onkel, Bruder an Prostata-krebs erkrankt) schon ab dem 40. Lebensjahr. Denn im Frühstadium ist Prostatakrebs heilbar!
Was geschieht beim Urologen?
Durch eine Ultraschall-Untersuchung wird sowohl die Prostatagröße bestimmt als auch die Harnblase beurteilt und festgestellt, ob sie vollständig entleert werden kann. Sogenannter „Restharn“ kann nach dem Harnlassen un-bemerkt zurückbleiben.
Außerdem besteht die Möglichkeit durch Ultraschall
Nierentumore, Nierensteine oder Blasenkrebs festzustellen. Abgeschwächter Harnstrahl und häufiger Harndrang, der Sie auch nachts aus dem Bett treibt, können erste Anzeichen für eine vergrößerte Prostata sein. Als nächster Schritt wird die Prostata vom Mastdarm aus abgetastet, um verdächtige Veränderungen feststellen zu können. Dies ist wichtig, da krebsspezifische Veränderungen oftmals zuerst in diesem tastbaren Bereich auftreten.
Was ist der PSA-Wert?
Beim „prostataspezifischen Antigen“ handelt es sich um einen Eiweißstoff im Blut, der nur von den Prostatazellen produziert wird. Er dient als sogenannter Tumormarker und wird durch eine Blutabnahme aus der Vene bestimmt. Obwohl das PSA auch von gesunden Prostatazellen produziert wird, kann Ihr Arzt durch den Absolutwert und durch den PSA-Langzeitverlauf auf etwaige bösartige Veränderungen schließen. Es gibt altersspezifische Referenzwerte, die Beurteilung allein nach dem Alter ist in manchen Fällen allerdings trügerisch. Auch hinter einem „normalen“ PSA-Wert kann sich ein Prostata-krebs verbergen.
Durch Diskussionen in der Laienpresse
wird oftmals der PSA-Wert in Frage gestellt, es ergibt sich
die Gegenfrage: wie viele Männer konnten durch verdächtige
PSA-Werte von ihrem Prostatakrebs geheilt werden? In der
Prä-PSA-Ära wurden viele Tumore erst zu spät erkannt und
konnten dadurch nicht mehr entfernt werden.
Und wenn der PSA-Wert erhöht ist?
Wenn der Alters-Referenzwert überstiegen wurde bzw. wenn der PSA-Wert zu schnell ansteigt, ist eine weiterführende Diagnostik erforderlich.
Unter antibiotischer Abschirmung werden in lokaler Betäubung etwa 10 Proben aus der Prostata entnommen. Dafür wird vom Mastdarm aus die Prostata punktiert. Dieser Eingriff wird in unserer Ordination routinemäßig durchgeführt, man kann anschließend meist sofort nach Hause gehen.
In den ersten Tagen danach können sowohl Harn, Stuhl als
auch das Ejakulat leicht blutig sein, das ist völlig normal
und braucht Sie nicht zu beunruhigen. Sollte es zu stärkeren
Blutungen, Schmerzen beim Harnlassen oder zu Fieber kommen,
ist eine unverzügliche Kontaktaufnahme erforderlich.
Das gewonnene Gewebsmaterial wird mikroskopisch beurteilt und auf Krebszellen untersucht.
Sie leiden unter unwillkürlichem Harnverlust?
Schon in jungen Jahren, nach Geburten oder mit zunehmendem Alter leiden viele Frauen an „Blasenschwäche“. Häufiger quälender Harndrang, der oft kaum unterdrückt werden kann und Sie täglich viele Male aufs WC zwingt oder unwillkürlicher Harnverlust beim Husten, Niesen oder Sport können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Bitte scheuen Sie sich nicht, dieses Problem mit Ihrem Arzt zu besprechen. In den meisten Fällen gibt es Heilung bzw. können die Beschwerden auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Nach einer gründlichen Untersuchung wird ein Therapieplan erstellt. Manchmal sind mehrere Besuche in der Ordination erforderlich, meist kann das Problem schnell gelöst
oder deutlich minimiert werden.
Spermiogramme
Bei ungewollter Kinderlosigkeit sollte nach spätestens einem Jahr
"trying time" eine Untersuchung des Ejakulats erfolgen. Dabei wird ein sogen. Spermiogramm erstellt. Wichtige Parameter wie die Spermienzahl, -beweglichkeit und -form werden ermittelt. Dieser Befund gibt Auskunft darüber, ob eine Befruchtung auf natürlichem Wege erfolgen kann oder ob eine Therapie erforderlich ist. Der Gynäkologe wird solch einen Befund benötigen um zu entscheiden ob bei Ihrer Partnerin eventuell ein operativer Eingriff nötig ist.
Die Kosten eines Spermiogrammes werden von den Krankenversicherungen NICHT übernommen. Tarif auf Anfrage.
Noch einige Worte zu den kleinen Männern
Manchmal kommt es vor, dass sich bei Neugeborenen die Hoden nicht im Hodensack befinden oder im Zuge der weitern Entwicklung nach oben „rutschen“. Dies sollte unverzüglich mit einem Urologen oder Kinderarzt besprochen werden. Die
rasche Therapie eines solchen Befundes ist anzustreben, da sonst irreversible Schäden an den Keimzellen bis hin zur späteren Zeugungsunfähigkeit auftreten können.
Bettnässen
Falls Ihr Kind nach dem 5. Lebensjahr noch einnässt ist
eine Vorstellung beim Urologen oder Kinderarzt angeraten.
Beim Erstbesuch wird das Führen eines genauen Protokolls
erklärt, es sollen über 2 Tage alle Getränke und WC-Besuche
notiert werden. Allein durch diese Informationen erhält man
wichtige Hinweise auf die Ursache des Bettnässens.
Schmerzlose Ultraschall- und Harnuntersuchungen runden das
Bild ab. Gemeinsam wird ein Therapieplan erstellt, oftmals
reichen einfache Änderungen der (Trink-)Gewohnheiten aus um
die Situation zu verbessern.
Sportmedizin:
Seit längerem betreue ich regelmäßig sowohl Sportanfänger und Hobbysportler aller Altersgruppen als auch Leistungssportler verschiedener (Ausdauer)sportarten. Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung biete ich gemeinsam mit meinem Gatten Bernhard Keller an, welcher u.a. staatlich geprüfter Trainer für Allgemeine Körperausbildung und erfolgreicher Ironmantriathlet ist.
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