Keller Bernhard

Amoi geht’s no leicht…

Und jetzt ist es richtig offiziell: ich habe ein Pro Lizenz für 2010 und werde noch einmal den Ironman Austria in Angriff nehmen. 10 ist eine runde Zahl, 41 auch und daher werde ich nachher aufhören.

Zur Pro Lizenz: ja, ich weiß, gem. den aktuellen Bestimmungen habe ich sie mir nicht verdient, aber es wurde (bei mir Gnacki) auch mein Ergebnis aus 2008 (Wisconsin) herangezogen und das passt dann schon so. 15 Jahre sind eine lange Zeit, ich habe viel Zeit und Geld investiert und zum Abschluß kann man es mir nicht verwehren noch einmal von der ersten Linie in Klagenfurt aus zu starten Und keine Angst: sollte ich in die peinliche Situation eines Hawaiislots kommen: ich werde ihn nicht nehmen, denn diese vielen tausend Euro habe nicht einmal ich mehr.

Zum 41er: naja, schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber ich merke speziell hier in Fuerte, dass ich mit den Jungen am Rad noch locker mithalte, beim Schwimmen ist es schon hart (war es auch immer) und das Laufen wird schon wieder. Eine sub 9 sollte sich noch einmal ausgehen wenn meine Entzündung in der Plantarfascie zurückgegangen ist.

Zum Aufhören: ich wollte schon nach Hawaii aufhören aber ich kann nicht so einfach loslassen, zuviel Herzblut habe ich vergossen und meine Freunde und Mitstreiter trainieren auch noch wie die Bösen. Aber ich mache lieber einen abgekündigten Abgang mit einem respektablem Ergebnis als eine Niederlage nach der anderen zu kassieren. Schlimm wäre es, wenn dann Neid und die Mißgrunst ein abruptes Ende finden würden - denn dann weiß ich, dass ich nicht mehr erfolgreich bin!

Dank gebührt auf jeden Fall meinen langjährigen Partnern und Sponsoren, die sich trotz Ende meiner Verträge bereit erklärt haben für ein weiteres Jahr in die Tasche zu greifen um ein gemeinsames Ausstiegsszenario zu planen. Die da wären:

Voll viel Kraft!
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Lasst mich hier raus…

…ich bin ein Star, oder will zumindest einer werden! Mit den Kapazundern wie Hellriegel, van Honacker und Kullnig in einem Pool, wow da wird man schon gleich ein bisserl schneller. Sogar im 50m Pool kann ich meine (von mir) vorgegebenen Zeiten gut halten, die Burschen motivieren unheimlich!

Bis heute war ich mit Tanja und Nik alleine hier, ein bisserl mehr relaxen als trainieren, aber schwache 30 Stunden waren es dann auch. Ab morgen geht die Post ab, da bring ich meine zwei Lieben zum Flughafen und hole gleichzeitig Norbert, Michael und Walter ab. Am Montag kommt dann “Wolfi die Radrakete” dazu und wir werden die restlichen 10 Tage dem “Scherz-Bank-Team” eines ordentlich überbraten ;-)

SchluÃ� mit lustig!  ich wil da raus  waht?

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Swim with the fish

Man kann es ja halten wie man will, aber diesmal haben sich die Jungs an mir was abschauen können. Im 50m Pool der Hotelanlage ist  immer am letzten Sonntag im Monat Wettschwimmen mit den einheimischen Fischen. Da werden 20 dieser Teile ins Wasser gelassen und wer zuerst am anderen Ende ankommt hat gewonnen. Ich bin vielleicht nicht schneller als die kleinen Kerlchen, aber ich habe gewußt worum es geht. Zur Belohnung darf dann immer der Sieger den Verlierer essen - Jamm!

The Pooooool!   Bernhard vs The Fish

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Fuerte?

Jetzt bin ich endlich weg, aus diesem kalten, unsagbar ungemütlichen Nest im Norden und befinde mich wieder im Warmen. 20 °C, wolkenlos und: es ist windstill!??! Die Ruhe vor dem Sturm? Keine Ahnung, aber es ist herrlich, zahlreiche Radfahrer säumen die Straßen, das 50m Freiluft Becken ist leer so ist genung Platz für alle. Ein Paradies!

Vollmond in Fuerte

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Das wird lustig!

Wenn Gunnar Prokop sagt, dass Frauen hinter den Herd gehören dann steht er auch dazu. Egal was ihm seine Medienberater raten. Wenn er eine gegnerische Handballspielerin niederrempelt und dann auch noch grinst hört man kein Wort der Entschuldigung sondern nur: “Ein echter Trainer hat das im Blut, das mußte ich machen!” Also man kann ihm nicht nachsagen, dass er nicht hinter seiner Meinung stehen würde.

Sein Standpunkt zur Dopingfreigabe ist auch hinlänglich bekannt und so denke ich wird es sicher eine hitzige Diskussion, wenn ich gemeinsam mit Franz Stocher und Sabine Tröger, deren Meinung ich zwar nicht kenne aber die ich beide in meinem Lager anzutreffen vermute, auf den Herrn Professor einreden werde.

Vielleicht bist Du ja in der Gegend und hast Zeit? Schau vorbei, denn die Sportunion lädt zur Starribbon Anti Doping Awareness Posdiums Diskussion!

Starribbon

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2009

Bevor ich in die Zukunft blicke und darüber nachdenke wie es weitergeht, denke ich über das abgelaufene Jahr nach, das mit dem Start als Profi bei der WM in Hawaii für meine Begriffe den Höhepunkt meiner Karriere darstellte. Vielleicht war das Ergebnis dann nicht so wie es sich einige erwartet hätten, aber ich habe mittlerweile ein (sportliches) Alter erreicht wo man nicht mehr soviel darauf gibt was die Mitmenschen von der erbrachten Leistung halten. Am Beginn meiner Karriere legte ich größtes Augenmerk auf die Selbstbeweihräucherung und eine gute Presse. Mir war wichtig dass die Laufschuhe zum Rennanzug passten und meinen Erfolg maß ich an der Häufigkeit der Pressemeldungen und Klicks auf meiner Website.

Ich denke, dass die lokalen Medien sicher einen wichtigen Beitrag dazu leisteten, dass ich Sponsoren fand, die bereit waren mein Leben als Profi zu finanzieren - und ich konnte diesen Ball auch immer recht gut spielen. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl aus diesen Schuhen herausgewachsen zu sein. Immer noch freut es mich, wenn meine  sportlichen Leistungen erwähnt werden und ich die Möglichkeit habe mein Umfeld mit Stories in diesem Blog zu unterhalten.

Und so bin ich eigentlich schon sehr zufrieden wenn ich morgens um 05.00Uhr aufstehe, in den Spiegel blicke und sagen kann: “Guter Junge! Du hast viele Jahre Deine Pflicht getan, bist bald 41 Jahre und jetzt kommt die Kür! Du bist niemandem außer deine Familie Rechenschaft schuldig! Setze deine Ziele so, dass Du neben Deinen Aufgaben als Vater, Trainer und Obmann des besten Vereines der Welt noch genug Zeit für die schönste NEBENsache der Welt hast. Also geh’ hinaus und zeig den Rotzbuben wie man richtig schwimmt!” 

namib.jpg

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Trainingslager Afrika

Was für eine Leere hier geherrscht hat, erschreckend!

Erschreckend ist aber auch dass ich soooo viele andere Sachen um die Weihnachtszeit um die Ohren habe, dass ich nicht weiß wo mir der Hals steht. Geschenke kaufen und empfangen, Schwimmen lehren und lernen, für mich und andere Superstars 2010 planen, weinend erfahren dass ich nicht zu den Auserwählten gehöre, die 1000.-ATS für einen Ironmanstart als Profi hinblättern dürfen um dann doch um eine Ausnahmegenehmigung anzusuchen, oder wie und was jetzt?

However, ich werde wie schon die letzten Jahre den 24.Dezember mit meiner Familie in der Wärme verbringen und die Kexerl den anderen überlassen. Mein Trainingslager in Namibia ist fix gebucht, habe neben den Wüstenstaubschwimmsachen mein Mountainbike eingepackt. Außerdem habe ich soeben die Bestätigung erhalten, dass meine Lauf-Trainingspartner für Tempoeinheiten bereit stehen! Watch the Vid

…und lass ihn nicht zu stark werden!

Dein innerer Schweinehund

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Die 80er Jahre…

…waren in Amstetten nicht gerade ein ruhige Zeit für die “Keller Buam” und wenn man die Wirtsleut’ von damals nach den beiden Jungs fragt, dann kommen ihnen vermutlich nicht gerade ausdauerspezifische Leistungen in den Sinn.

Ich habe mich relativ bald für den militärischen und sportlichen Beruf entschieden während mein Bruder zu einem erfolgreichen Tierarzt mutierte. Er arbeitet sehr intensiv mit Akkupunktur und Osteopathie bei Pferden. Erst viel später begann auch er mit dem Laufsport und lief seinen ersten Marathon im Frühjahr in wien gleich einmal in 3std14min! Er diagnostizierte mich, nachdem er mir Sommer einmal meine Gangarten gesehen hatte, als halbes Pferd. Nicht weil ich so stark aus den Hinterbeinen arbeitete, sondern weil ich gehatscht bin wie ein Muli. Nun ja, die Story mit meinen Füßen bis inkl. Hawaii ist ja bekannt, ich habe Big Island durchgedrückt und war noch vor einem Monat kurz davor alles hinzuschmeißen, da die Schmerzen frühmorgens und nach jeder lockeren Trainingseinheit unerträglich wurden.

Bis mich mein Bruder zum “Rolfing” schickte. Die erste Therapie hatte ich vor 2 Wochen, gestern Früh die zweite. Und nachmittags bin ich dann auch gleich einen 15er im 4min30 Tempo gelaufen - schmerzfrei!!

Na sind wir froh, dass wir den Buam was lernen haben lassen!

what a day!

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Alles ist relativ

Das ist zwar am Mist des Herrn Einstein gewachsen, jedoch bedienen sich auch viele andere Gelehrte und Philosphen unserer Zeit dieses Erkenntnisses. So auch ein gewisser Schweizer Arturo HOTZ, der zur einer der Referenten des hochklassigen Feldes beim zweiten Teil der Trainerausbildung in Innsbruck ist. Er war Trainer der schweizer Schinationalmannschaft (”..in einer Zeit als die Österreicher einen Klammer erfunden haben…”) und beschäftigt sich Zeit seines Lebens mit der Sportphilosophie. Thesen wie:

Natur und Kultur sind die beiden Ebenen auf denen wir uns bewegen können. Sport ist auf der Naturebene. Die Natur wird bestimmt durch Sieg oder Niederlage. Während der Sieg (=erfolgreiche Nahrungssuche) das Leben bedeutet bedeutet die Niederlage unweigerlich den Tod. Jedoch wird der Sport unethisch, wenn wir ihn nur auf Sieg oder Niederlage (also Leben oder Tod) reduzieren (…) - echt harte Kost!

Einfacher hingegen waren da schon die Thesen des ÖTRV Sportkoordinators Robert Michlmayer (ehem. Trainer von M.Rogan) der uns sein Konzept für ein erfolgreiches österr. Trainings- und Nachwuchsprogramm präsentiert hat. Da gibt es dann wenig zu diskutieren sondern nur: glauben oder nicht glauben.

Außerdem am Start: Wolfgang Kartnig (Bild), bis 1996 (!!!) österr. Triathlonprofi und seitdem sehr erfolgreicher Osteopath. Bei seinen Behandlungsmethoden gilt auch: Alles ist relativ!

wolgang_kartnig

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SMS von Jürgen:

“Servas Bernd, wo is, a lockere MTB Ausfahrt?” “Passt, wenn wir wirklich locker fahren bin ich dabei, aber nicht mehr als 90 Minuten!” Jeder der den Jürgen Kaindl (Amstettner MTB Ass mit Pro Lizenz) kennt und schon einmal von mir gehört hat kann sich vorstellen wie diese lockere Ausfahrt geendet hat: nach 90 Minuten waren wir erst am Sonntagberg und ich hatte einen durchschnittlichen Puls von geschätzten und gefühlten 220 Schlägen pro Minute. Die Beine haben gebrannt da ich doch meine letzte “lockere” Einheit am 10.Oktober am Queen K. Highway absolviert habe, aber es war echt geeeeiiiiiiil! Vielleicht mache ich ja einmal einen X-Terra in Österreich. Mein letztes MTB Rennen liegt 6 Jahre zurück: 2003 X-Terra WM in Maui. 

Kaindl Jürgen

Und erstmals machte ich (als ausgewiesener Hundeliebhaber -ich hatte und habe immer schon Hunde gehabt!) eine unangenehme Bekanntschaft mit einem “Dreck-Bastardel”. Anfangs hat er nur ein wenig geschnuppert, er hat nicht gebellt oder geknurrt und auf einmal zugebissen. Voll ins Wadel! Der Jürgen sagt noch (weil ich gleich als ganzes umgefallen bin): “Wos is, hat er dich gestupst?” Er konnte meine Verletzung Verwundung (…war ja im Kampfeinsatz…) gar nicht glauben. Das hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt!

hu_biss.jpg

 

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