Keller Bernhard

Archive for the 'April 2007' Category

“Amstetten” - “Keller”

Diese beiden Worte gehen zur Zeit um die Welt. Doch leider sehr negativ, nachdem dieses unglaubliche Drama um eine 42jährige, die 24 Jahre in einem Kerker gehalten wurde, publik wurde. “In der Ybbsstraße…..” - ich meine das ist so gut wie meine Nachbaraschaft, so wie eigentlich alles in dieser kleinen Stadt. Man kann gar nicht glauben dass Verbrechen, die üblicherweise in Amerika oder Afrika so weit weg scheinen, doch auch “beim netten Nachbar von nebenan” passieren können.

Nicht auszumalen, wie viele Menschen fähig sind so eine Tat zu verüben. Ein Gerichtspsychiater meinte gestern im TV man müsse loskommen von der Vorstellung, dass diese Verbrecher krank sind. Die sind nicht krank sondern schlicht und ergreifend böse! Leben wir etwa doch nicht in so einer heilen Welt wie wir uns das immer vorstellen? Oder ist diese Welt nur kleiner geworden? Können wir, wie unser Bezirkshauptmann meint, wirklich keinem Menschen mehr trauen oder sollte man die Menschen kritischer betrachten?

Es wird in irgendeiner Art und Weise auch meine Perspektiven verändern denn ich bin der Typ der den meisten Menschen von Grund auf vertraut und eher unkritisch und positiv die Umwelt wahrnimmt. Doch wenn ich darüber nachdenke was alles in der Nachbarschaft so passieren kann und das Böse so nahe ist…..

ybbsstrasse.jpg

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Na dann packen wir es wieder…

Wieder zurück im schönen Mostviertel hat mich schnell der Alltag wieder eingeholt. Um 05.00Uhr raus aus den Federn, Herbalife-Tee mit Aloe Drink, daneben stretchen und Rumpfstabilisation, danach erste Trainingseinheit meist Schwimmen. Heim, Frühstück, Niklas in den Kindergarten führen. Mittags die zweite Trainingseinheit, anschließend Essen, Massage, Niklas von Oma abholen (danke Oma!) und nach Hause. Dazwischen wird an Trainingsplänen gearbeitet oder geschlafen.

Es geht ganz schön schnell nach 7 Wochen wieder in den Rythmus zu kommen - umso leichter, wenn man dzwischen seine Freunde zu allerlei netten Ausfahrten trifft. So zum Beispiel war ich bei der Streckenbesichtigung für den Half Ironman St.Pölten. Dort konnte ich mit Norbert K. und Steff R. endlich wieder plaudern. Tat gut, nach soooo langer Zeit wieder nette Freunde zu treffen.

Norbert+Bernd

Naja und die Strecke: die mag vielleicht auf den ersten Blick recht einfach ausschauen - aber wenn man die ganzen Schupfer mit einer hohen Intensität fahren muß (nachdem man in 2 Seen knapp 2km geschwommen ist!), dann können auch die 800 Höhenmeter auf 90km ganz schön weh tun.

Also wirklich nix für NASENBOHRER!

Nix für Nasenbohrer

 

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Was für ein beeindruckendes Land!

Heuer war ich nach 1991 und 2006 bereits zum dritten Mal in Australien und habe auf dieser dreiwöchigen Reise durch den Westen des Landes die beeindruckendsten Erlebnisse gehabt: Endlos weites Land, in dem es in Gegenden seit einem Jahr nicht mehr geregnet hat; türkisblaue, kilometerlange, menschenleere Strände wechseln sich mit tierreichem Buschland ab. Straßen, auf denen 50 km keine einzige Kurve und 300 km keine Tankstelle zu finden ist, sowie 80 km (mit dem Wohnmobil!!) auf Schotterstraßen, um auch wirklich an den äußerst westlichen Punkt des Landes zu gelangen. Wir haben unter Wasserfällen gebadet, am Strand schwimmende Delphine gefüttert, im Busch (=Hinterland) und in einem Zelt geschlafen und haben nur an zwei Orten öfter als einmal übernachtet.

Nach 5000km sind wir nun wieder beinahe in Perth, am Ausgangspunkt unserer Reise angelangt und gönnen uns zum Abschluss eine Nacht in einem der besten Hotels der Gegend. Das “Seashells Resort” in Mandurah bietet mir auch die Möglichkeit, erstmals nach einigen Wochen wieder vernünftig im Internet zu arbeiten. (Auf diesem Wege: gratuliere Andi, zu deinen 2 Std 41min in Linz - das war harte Arbeit ;-)  )

Sportlich und gesundheitlich geht es jetzt wieder steil nach oben. Nach knapp 4 Wochen völliger Sportabstinenz habe ich wieder vorsichtig mit dem Training begonnen. Da das im Busch nicht so einfach ist, habe ich die Möglichkeiten genutzt, die mir geboten wurden: Liegestütze, Zugseiltraining und kurze Läufe zeitig in der Früh, bevor das Thermometer die 38°C Grenze erreichte. Und wenn irgendwo ein kleiner Pool zu finden war, habe ich mir das Seil umgeschnallt und bin “am Stand” geschwommen. Wer 7 Stunden daheim am Ergometer sitzt drückt das auch in der Birne durch.

Ich glaube die Rippe ist voll geheilt und ich freue mich schon darauf, mich wieder im Mostviertel auf mein Rad schwingen zu können um meine Runden zu ziehen. Mein kommendes großes Ziel ist Ironman Klagenfurt Anfang Juli - und da gilt es nun hart daran zu arbeiten, wieder eine Topform zu bekommen.

Traumstraende  Schoener Westen Delphine am Strand Krafttraining Trockentraining Schwimmen am Seil Liegestütz 

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