Keller Bernhard

Archive for the 'November 2007' Category

Jetzt kommt die stille Zeit…

…aber nur für jene die es zulassen! Denn ich bin mit viel Adrenalin in den Venen am Absprung und für mich werden die nächsten Tage alles andere als ruhig!

3 Monate sind seit dem letzten Schlüsselbeinbruch vergangen und ich habe in dieser Zeit meinen Körper geschunden wie nie zuvor. (Beinahe) verletzungsfrei konnte ich die längsten Einheiten, härtesten Intervalle und erfolgreichsten Leistungstests durchführen. Den Abschluß bildete ein 10 tägiges Trainingslager auf Fuerteventura, bei dem ich ideale Bedingungen vorfand um mich für den Ironman Australien am 02.Dezember fit zu machen.

Die letzten 7 Tage stehen nun wieder einmal im Zeichen des reduzierten Trainings und der mentalen Belastung - es ist die kohleydratfreie für mich Zeit angebrochen. Wie immer vor einem wichtigen Race, versuche ich meine KH-Speicher durch eine 5 tägige Saltin Diät vollständig zu entleeren, um danach durch einen Superkompensationseffekt diese über das normale Maß hinaus zu befüllen. Kraftstoff, den ich sicher brauchen werde. Bevor ich aufzähle was zur Zeit nicht erlaubt ist, hier die Liste der erlaubten Nahrungsmittel: Fisch, Fleisch ohne Beilagen, Käse, Wasser, Tee (ungezuckert)…. ich denke das war’s. Die Stimmung sinkt in diesen Tagen Richtung Nullpunkt und jeder Bäcker auf der Straßewird zum Feindbild. Verschärfend hinzu kommt heuer noch, dass ich (erstmals) die letzten 2 Wochen kein Gramm Koffein zu mir nehme. Damit entwöhne ich den Körper um während dem Rennen, wenn ich die koffeinhältigen Gels und das Cola trinke, ihm den dementsprechenden Hieb zu versetzen. Dieser Koffeinentzug macht meine Stimmung nicht unbedingt besser.

 

im_western_australien.jpg

 

Ich fliege am Mittwoch in der früh mit Tanja und Niklas über Frankfurt und Singapur nach Perth und werde Freitag um ca 13.00Uhr in Busselton, an der Westküste Australiens ankommen. Ein Mitarbeiter des Renn Büros wird mir die Strecke zeigen, Samstag Bike einchecken und am Sonntag um 06.00Uhr ist Start. 36 Stunden - nicht unbedingt viel Zeit um nervös zu werden. In Österreich ist es zu dieser Zeit Samstag, 22.00Uhr und wer Lust hat, kann ja unter http://www.ironmanlive.com/ das Rennen mittels Liveticker verfolgen und unter “track an athlete” meine Zwischenzeiten abrufen.

Ich erwarte mir ein sehr schnelles aber auch heißes Rene, die Höchsttemperaturen belaufen sich zur Zeit auf 36°C und darüber. Wenn alles klappt, ich keine Defekte oder ähnliches habe, sollte ich erstmals ein Top Ten Ergebnis schaffen, obwohl  von den 1000 Startern 32 Profis am Start sind. Darunter klingende Namen wie Jason Shortis, Mitch Anderson, Raynard Tissink, Pete Jacobs, Petr Vabrousek, Uwe Widmann oder Patrick Vernay. Das mit der Hawaii Quali wird natürlich ein Problem, da nur 2 Startplätze zu vergeben sind - “do muaß i gonz schen an-zahn”

Wie auch immer oder “How ever” wie ich in 3 Tagen sagen würde: am 02.Dezember um ca 14.45 Uhr sollte auch ich einen zufriedenstellenden Abschluß dieser Triathlonsaison gefunden haben. Dann schicke ich mein (beinahe) komplettes Sportequipment nach Österreich und trampe mit meiner Family durch Südwestaustralien und Tasmanien, wo wir auch Weihnachten feiern werden. Ich bin am 28.Dezember wieder zurück, und dann werde ich mich neu orientieren: Ironman Österreich, China, Südafrika oder doch Hawaii?

Noch was: Am 02.Dezember, 20.15 Uhr, TW1 wird der Ironman HAWAII gebracht!

Foto by Riegler                         SF3Z1087_klein.jpg      pics by flashface       berg_klein.jpg

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Wenn die Spannung nachläßt…

Die letzten zwei bis zweieinhalb Wochen vor einem großen Event stehen ja immer ganz klassisch im Zeichen des sogenannten “Taperings”. Jeder Athlet hat seine eigene Methode, die Anstrengungen der letzten Wochen zu verarbeiten und dem Körper etwas Ruhe zu gönnen. Was sicher alle gemeinsam haben ist diese störende Müdigkeit die eintritt, wenn man die Motorleistung von 30 Stunden/Woche auf knapp die Hälfte herunterscharubt. Auf einmal fällt man ein wenig auseinander - zum Glück nur geistig, denn an Kondition kann man in diesen letzten Tagen nichts verlieren. Die Spannung ist weg…

Wo bleibt die verdammte Spannung?

Für mich stellt diese Periode immer insofern ein Problem dar, als dass meine geistige Spannung und damit auch die Moitivation sehr stark nachläßt. Als ich letzten Sonntag morgens um halb sieben 2×1500m schwimmen hätte sollen, sagte meine vom bösen Geist besessene Birne: “Du bist müüüüde, sooo müüüüüüüde, lass es sein. Das schaffst du nie in dem Tempo, außerdem ist Taperingzeit, du sollst dich nicht belasten!” Und was sagte der dämliche Engel? “Ach Teufelchen, ich habe den Hohlkopf jetzt wochenlang motiviert und gegen dich gewonnen. Heute gebe ich einmal nach und werde mich ein wenig ausrasten” Na sehr super! Ich kann nur hoffen, dass sich das schleunigst ändert!

Teufel in der Birne

 

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And the winner is…

Tarötarötaröööö! Der Sieger steht fest: grundsätzlich bin ich der Sieger, da die letzten 10 Tage auf Fuerteventura hart und viel trainiert wurde wie noch nie. Aber da ich von so vielen Personen Zusendungen hatte von denen ich nicht angenommen habe, dass die wirklich mit mir essen wollen (hemmungslos!) muß ich den Sieger bekanntgeben - und es kann nur einen geben, leider! (mehr kann ich auch nicht übrig lassen!) And the winner is: Norbert K! (ich wußte dass du es bist, der meine Blogs liest) Du brauchst kein Tupperware mitnehmen, es wird nichts übrig gelassen. Dann können wir auch darüber reden, wie man immer auf die Titelseiten kommt.

Wird mir so ein Auftritt je vergönnt sein?

 

Und nun mein Abschlußgedicht:

Der letzte Tag ist angebrochen, auf allen Vieren komme ich schon angekrochen.

Fuerteventura war echt gut, zu meinem Pensum braucht man auch ein wenig Mut!

50 Stunden in 11 Tagen, man kann sich vorstellen wie mich die Beine plagen.

Das Schwimmtraining war kalt und auch nur Nebensache, unzählige Stunden am Rad, weil ich keine halben Sachen mache!

Das war noch angenehm im Vergleich zum Laufen -230km! Wäre ich jung, würde ich wieder saufen.

Doch bin ich alt und vernünftig, gönne mir jetzt eine Pause und fliege morgen zur Family nach Hause.

Da erwartet mich Eiseskälte, geh leck! Was soll’s, in 10 Tagen bin ich schon wieder weg.

Ironman Australien heißt mein nächstes Ziel,Top Ten hab ich drauf, da verlange ich nicht zu viel!

Jedoch wird die Quali so eine Sache, es gibt nur 2 Slots bei den Pros, dass ich nicht lache!

Den Raynard und Jason werde ich schon biegen und nächstes Jahr dann nach Kona fliegen!

Was wird mich zu Hause erwarten?
Was wird mich wohl zu Hause erwarten?

 

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Triathlonquiz - das Finale

Heute steht der dritte und abschließende Teil des Quizes Ratespiels am Programm. Der heutige Sieger darf mit mir nach 20×200m im Wasser und 6×15min 299 Watt am Berg ein wenig Seele massieren (siehe gestern). Nicht in der Konditorei (das wäre zu einfach) sondern beim Mexikaner ums Eck. Ein rosa T-Bone Steak, das außer ein wenig tierisches Eiweiss eigentlich nichts brauchbares für einen Triathleten bieten kann. Halt! Es macht mich glücklich, ist das vielleicht nichts?

Eine Kuh am Teller

 

Da ich auf Grund militanten Tierschutzes zu Hause kaum Fleisch bekomme, sündige ich ein wenig hier auf meiner Lieblingsinsel. Tanja!Der Wirt hat mir beim Servieren der Kuh hoch und heilig versprochen, dass das arme Viecherl nicht geschlachtet wurde! Gem. seinen Aussagen ist es nach einem erfüllten Sexualleben und unter Zutun zahlreicher Streicheleinheiten friedlich eingeschlafen. Und der Mexikaner war sehr glaubwürdig!

Nun zur heutigen Fragestellung: wer ist am untenstehenden Bild zu erkennen?

A) Haille Gebrsellassie, Weltrekordhalter, beim Auslaufen in Berlin

B) Stefan R. aus Wien 18, Herr, beim Tempotraining

C) Chris MacCormack, Ironmanweltmeister, kurz vor dem Ziel seiner Träume

D) Keller Bernhard, Witze-Weltmeister bei einem seiner 35km Läufe in Fuerteventura

Highway Run

Die Lösung: A) kann es nicht sein, dafür ist der Typ am Bild viel zu braun! Wer B) tippt, möge sich bitte NIE WIEDER bei mir melden oder mich um einen Gefallen bitten - Frechheit! Wer C) getippt hat, bekommt einen extra Bonus, das finde ich voll lieb! Ich fühle mich auch so, ehrlich! D) ist richtig! Ich bin zwar schon etwas angepeckt, aber ich habe in 11 Tagen gute 230km (!) laufend absolviert und daher nicht mehr sooo lustvoll!

Die Antworten der letzten Spielrunden bitte an Keller Bernd, Kennwort “Kasperlpost” einsenden. Der glückliche Sieger wird dann morgen bekanntgegeben!

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Seelenmassage

Triathleten sind ja bekannt dafür, dass sie beim Knüppeln ihres Körpers keine Gnade kennen. Können die Beine auch noch so schmerzen; wenn am Trainingsplan 2 Stunden Lauf steht, dann wird das durchgezogen.

Viele Sportler arbeiten auch schon mental sehr hart an sich. Immer öfter kommen wir in Kontakt mit Themen wie Fokussierung, mentale Stärke und Yoga. Die geistige Arbeit ist definitiv Voraussetzung um aus dem Körper das letzte herauszuholen - sei es im Training oder im Wettkampf. Aber meiner Ansicht nach gibt es noch etwas, das wir bewusst nicht beeinflussen oder trainieren können, das aber Geist und Körper zusammenhält und Voraussetzung dafür ist, dass wir uns wohl fühlen und mit unserem Leben und dem, was wir uns geschaffen zufrieden sind. Die SEELE!

Menschen, die immer grantig und unzufrieden mit sich und ihrer Umwelt sind, haben eine schlechte Seele. Personen, die rücksichtlos mit ihrer Umwelt und egoistisch sind, werden nie wirklich zufrieden sein, weil ihre Seele das nicht zulassen wird. Und Sportler, die immer ans Limit gehen und sich kasteien um sich dem Schönheitsideal eines Haile Gebrselassie (53kg im nassen Zustand) zu nähern, werden auch immer grantiger und unzufriedener,weil sie ihre hochgesteckten Ziele nicht erreichen.

Izrael Kamakawiwo’ole (siehe Bild unten), ein bedeutender hawaiianischer Künstler singt: “The sound of the ocean heals my restless soul”. Ich betreibe meine persönliche Seelenmassage. Denn es gibt Berufsgruppen, die von Kundschaften wie mir leben müssen (oder “können”?)

Mein ganz persönlicher Bäcker in Fuerte   Kakao und ab ins Bett   Izrael Kamakawiwo'ole

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Triathlonquiz die 2.

Und weiter geht es mit dem lustigen Ratespiel: heute steht eine Teilnahme bei meinem mittäglichen Frühstück am Spiel. Der Gewinner darf dabei sein, wenn ich mir nach 2×50min Tempolauf am Highway das Müsli zwischen die Kiefer schaufle.

CIMG3542.JPG

 

Die beiden untenstehenden Bilder von zwei herrlichen Trainingspools (links Fuerteventura - rechts Mooloolaba/Australien) unterscheiden sich durch 4 Fehler. Wer kann sie finden? CIMG3543.JPG Top Level.JPG

Die Lösung:

1) der Pool im linken Bild sieht aus, als wenn man nach einem Meteoriteneinschlag nichts besseres zu tun gehabt hätte, als ein Bad ins Loch zu stellen

2) im rechten Trainingsbecken sind keine Eiswürfeln, die bei genauerer Betrachtung in Fuerteventura zu erkennen sind

3) die Leinen in Australien verlaufen gerade, während jene auf der Insel immer einen deutlichen Bogen machen - siehe Bedeutung von “Fuerteventura”

4) Am rechten Bild mache ich einen ziemlich relaxten Eindruck, während ich am linken gar keinen mache

 

 

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Triathlonquiz

Heute steht ein Quiz am Programm: für alle Triathleten die bereits in Hawaii waren und alle jene, die gerne einmal dorthin wollen (denn die hocken stundenlang vor TV Übertragungen und kennen eh jede Meile). All jene, die von Hawaii nichts halten, weil sie das Paradies für einen heißen Steinehaufen halten (womit sie nicht ganz falsch liegen)dürfen aber auch mitraten. Woran erinnert dich untenstehendes Bild?

Antwort a: an eine Straße im Mostviertel

Antwort b: an die Pobacken meines Freundes/ meiner Freundin

Antwort c: an eine typische Straße in Fuerteventura

Antwort d: an Meile 78 am Queen K.Higway

CIMG3523.JPG

 

Die Lösung: Antwort a) lasse ich nicht gelten, die kenne ich alle! Antwort b) lasse ich gelten, die kenne ich nicht alle! Antwort c) ist richtig!!!! Antwort d) könnte richtig sein!

Das nächste Mal machen wir das ganze mit der Laufstrecke und dann mit der Schwimmstrecke. Wer am Ende am meisten Punkte hat, darf mit mir nach einer 6 stündigen Rad+75minTempolaufeinheit bei 28°C Pasta essen! Das ist aber kein Genuss!

Pasta Pasta

 

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Fuerte Ventura = “Starker Wind”

Naja, irgendwoher muß die Insel ihren Namen ja haben! Nach einigen Startschwierigkeiten wegen gebuchter aber nicht reservierter Unterkunft und 3 maligen Umzug in neue Hotels, habe ich sehr schnell meinen Trainingsrythmus gefunden.

Die Wärme mit konstanten 28° und der tolle Sonnenschein können meine Motivation nur heben; keine Spur von “unter der Hitze leiden”. Ich hoffe nur, bei meiner kurzfristigen Ankunft in Australien am 29.November wird das ähnlich sein, um am 02.Dezember voll durchstarten zu können. Das Training läuft fantastisch, obwohl ich die Umfänge eigentlich in Grenzen halte (ca 28 Stunden), dafür sind die Intensitäten beinahe immer wettkampfspezifisch. Die Infrastruktur und die Straßen hängen Lanzarote um nichts nach, ich denke die sind sogar besser als auf der nördlichen Nachbarinsel. Ich habe einen 50m Pool für mich alleine, weil der so kalt ist, dass sonst niemand darin schwimmt. Aber ich habe sowieso geplant, den Großteil der Einheiten im Neo zu absolvieren. 200m Schnelligkeit - da geht die Post ab mit der Auftriebshilfe! Die kurzen Sachen (60min) mache ich im geheizten Hotelpool - zwar nur 20m Länge, aber dafür mit einer Menge Zuschauern. Das Radfahren ist auf den Straßen grenzgenial! Flache bis leichtwellige Straßen mit hervorragendem Asphalt, man kann immer am Lenker lümmeln und sehr gut watt-orientiert fahren (siehe Bild gl*) , dazu kommt noch der dementsprechende Wind. Das Gelände erinnert mich immer wieder an Hawaii - kein Wunder, dass Natascha B. ihre Vorbereitungen für ihr 27 WM-Titel hier absolvierte. Und das Laufen ist ebenso perfekt: direkt aus der Hotelanlage hinaus und man kann wählen zwischen einer verlassenen Schotterpiste neben dem Meer, einer asphaltierten Straße im Hinterland oder der Tempostrecke am Highway.

Diese Insel ist der absolute Geheimtip - wenn man auf Botanik keinen wert legt. Denn außer Sand und Schotter gibt es nur Vulkangestein und Sand und Schotter.

CIMG3504.JPG

    Hotel Atlantis    CIMG3505.jpg    CIMG3512.JPG    Laufstrecke - Tempo! 

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Birne hohl

Ich bin mir ja nicht sicher ob sich der viele Sauerstoff negativ auf mein Gehirn auswirkt oder die 115 Rad- und 50 Laufrunden auf der Tartanbahn. Aber zuviel Sport braucht einige Gehirnzellen, soviel ist klar! Daher wieder einmal einige Seitenhiebe auf Randsportarten und ausnahmsweise auf die Politik - da kann man viel schreiben ohne zu denken:

Nachdem unsere Frau Minister für Ausdruckstanz es nicht geschafft hat, die unschuldigen Lungen der Nichtraucher zu schützen, sondern einen (weiteren) Kniefall vor der Wirtschaft gemacht hat, werden wir auch in Zukunft verpestete Luft in Raucherlokalen einatmen dürfen. “Muaßt ja net eini gehn wenn da wos net passt” die typische österreichische Antwort auf leise Kritik. Mein Lieblingskolumnist der Tageszeitung Kurier, Guido Tartarotti, hat folgende treffende Zeilen geschrieben: (klicken zum vergrößern!)

Kurier

 

Außerdem habe ich ein Interview mit einem Profikicker aufgeschnappt - Roman Wallner gibt Auskunft darüber, wie den sein Arbeitstag aussieht:

Die Antwort war folgende:
Der normale Tag sieht so aus: ich stehe um 8 Uhr auf, hole ein wenig später unseren Goalie Tim Krul und noch zwei weitere Spieler ab, die in der Nähe wohnen. Wir bilden sozusagen eine Fahrgemeinschaft. Dann geht´s nach Stirling, das dauert etwa 40 Minuten. Von 10 bis 12:30 Uhr wird trainiert, danach haben wir eine Stunde Pause. Gegessen wird am Uni-Campus, der gleich neben dem Trainingsgelände liegt. Nach dem Essen geht es meist in die Kraftkammer. Zwischen 14:30 Uhr und 15:00 Uhr ist der Arbeitstag zu Ende, so um 16 Uhr bin ich zu Hause.
 
 
Zum Vergleich aus den Auszügen eines Trainingstages von Daniel Unger, amtierender Weltmeister über die olymp. Triathlon-Distanz:
Im Schwimmen umfassen die längsten Einheiten so sechs Kilometer, üblich sind 4,5 - 5km. Auf dem Rad können es mal 200 Kilometer werden. Das passiert aber nicht mehr als fünfmal im Jahr, sonst sind es eigentlich nicht mehr als 150, im Schnitt so 80-100km. Im Laufen führen meine längsten Einheiten über 23 bis 24 Kilometer, mehr mache ich nie. Eventuell laufe ich mal morgens und abends je 15 Kilometer, um eine höhere Tagesbelastung zu erreichen, ansonsten sind es meist 12-15km.
Über das Jahr kommen im Schnitt noch dreieinhalb bis vier Stunden pro Woche zum reinen Disziplinentraining hinzu. Im Winter sind das Kraft und Athletik, im Sommer Dehn- und Stabilisationsübungen. Natürlich kosten auch die Massagen, Thermalbäder und sonstigen Regenerationsmaßnahmen ein bisschen Zeit.

 
Ich hoffe Hr. Wallner leidet aufgrund seines gestressten Arbeitstages nicht an einem Burn-Out-Syndrom…

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