Archive for February, 2007
Was sein muss, muss sein!
Es darf einem einfach nichts zu blöd sein! Wenn am Trainingsplan ein (richtig) hartes Koppeltraining steht, dann gehört es auch durchgezogen. Oder kann man, nur weil man vom ewigen Herumsitzen schon Kreuzschmerzen hat, einmal nicht ins Büro gehen und vor dem Computer sitzen? Ja man kann, aber ich habe keinen einzigen Krankenstandtag gut stehen. Daher wird auch bei 5°C (und Sonnenschein) die Wettkampfgarnitur ausgepackt, der neue Zeitfahrhelm auf den Plutzer gesetzt und zum Training aufgebrochen. Als kopfschüttelnden Zuschauer leistete mir Mag. Ingrid Vogl (NÖN Amstetten) Gesellschaft, die mir dankenswerter Weise auch die tollen Bilder zur Verfügung stellte. Und wiedereinmal konnte ich mich nach dem Workout mit dem Gedanken unter die Dusche stellen: “Diese Einheit habe ich den meisten meiner Konkurrenten voraus”.
Übrigens: meine neuen Kopfsponsoren, Karin und Jürgen Funke, unterstützen mich u.a. als Firma “Nutrition Point“. In diesem Nutirtion Point gibt es Herbalife Produkte, die bis dato (wortwörtlich) einen schlechten Beigeschmack bei mir hatten. Der Unterschied ist jedoch: die beiden haben mich sehr ausführlich über die Vorteile einer (Soja-) eiweisshältigen Nahrung informiert und ich nehme seit einigen Monaten einen Teil meiner Nahrung über diese Produkte auf. Da ich den Leser jetzt nicht mit meinen Begeisterungsstürmen langweilen will, denke ich, dass der beste Beweis für den Nutzen dieser Produkte mein Ergebnis am 1.April in Australien sein wird!
Pressekonferenz
Als wahren Erfolg möchte ich die heute stattgefundene Pressekonferenz bezeichnen. Zahlreiche Vertreter der Medien und Sponsoren waren anwesend und lauschten aufmerksam, was ich wohl die nächsten Jahre so geplant habe und welche speziellen Trainingsformen ich anwende. Hierbei war natürlich das Aqua Bike und mein neues Zeitfahrrad im Mittelpunkt. Außerdem wurde durch meinen Kopfsponsor und neuen Partner - Nutrition Point-Funke - mein neuer Zeitfahrhelm vorgestellt.
Es freut mich, dass das Interesse so groß ist und dass man auch mit Randsportarten die Amstettner Regional-Medien motivieren kann wenn man ihnen schreibwürdige Stories liefert. Man sollte sich einfach nicht erwarten, dass man immer gefragt wird. Ich denke es handelt sich beim Triathlon um eine “Bringversorgung” unsererseits, dann ist der Wille der Medien sehr wohl gegeben, gute Artikel zu schreiben.
Zum Abschluß ein Ball!
Ich habe es Tanja versprochen, obwohl mir das “auf den Ball gehen” nicht leicht fällt. Lange aufbleiben (und nicht um 21.30 Uhr ins Bett), ein Haufen Betrunkener, die einem die Ohren vollsudern und unendlicher Tschick-Gestank, nachdem man sich nicht überwinden konnte, diese Veranstaltung rauchfrei zu machen. Und so versuchen weiterhin hunderte rauchende Besucher den Nichtrauchern eine tödliche Krankheit anzuhängen.
Ich habe das letzte Mal für einige Jahre meine weiße Gala-Uniform ausgeführt und am Ende des Tages war es doch ein sehr netter Abend. Wir haben viele Freunde getroffen, uns sehr nett unterhalten und, da es der Wirtschaftsbundball war, auch eine Menge meiner Sponsoren. Die waren erst lustig!
Sportlich haben heute die letzten 4 Belastungswochen vor dem Ironman Australien begonnen. Nachdem ich vorletzte Woche weit über 30 Stunden in ÖSTERREICH trainiert habe, kann man sich ausrechnen, was ich in Australien erst machen werde. Mittlerweile habe ich auch wieder zu meiner alten Laufstärke gefunden - diese Disziplin braucht immer am längsten von allen….dafür aber umso besser
So schnell steht man wieder auf den Schiern!
Das habe ich mir selbst nicht gedacht! Mitten in der intensivsten Vorbereitungsperiode meiner Triathlonkarriere (34 Wochenstunden) gehe ich mit Niklas schifahren. Obwohl ich in meiner Jugend ein ganz guter (Tiefschnee-) Fahrer war (kein Wunder, mein Vater war als Student Schilehrer) ist mir eigentlich in den letzten Jahren der Alpinskilauf mehr oder weniger zum Gräuel geworden. Trotzdem dachte ich dass es notwendig sei, dem Niklas das Schifahren beizubringen. Und so habe ich ihn in einen Schikurs gesteckt. Nach einem Tag konnte er den Stempflug (”Pizza”) und nach nur 5 Tagen (!!) konnte er bereits alleine Lift fahren und alle einfachen Pisten problemlos bewältigen. Da habe ich wieder richtig Lust bekommen und bin mit ihm gleich am Sonntag Nachmittag ein wenig rutschen gegangen. RIESENSPASS! Zu seinem Glück gibt es so wenig Schnee, sonst hätte ich gleich einen Tiefschneehang mit ihm ausprobiert. Ganz nach meines Vaters Motto: “Na geh, da foit da Bua oba wenigstens net so hoat!”
Trainingstechnisch läuft alles nach Plan. Nach einer gewaltigen Woche mit vielen hundert Kilometern auf der Straße und etlichen Stunden im Becken kann ich mit Stolz behaupten, in meinen schlechten Disziplinen viel dazugelernt zu haben. Besonders im Wasser habe ich immer einen Satz im Ohr, den mir mein ehemaliger Offizierskamerad und Spitzenschwimmer Oblak Markus gesagt hat: “Beim Schwimmen versucht man immer neue Bestzeiten zu schwimmen!” Naja, und so habe ich mit dem Baden aufgehört und Dampf gemacht. Und siehe da: auf allen Distanzen neue Bestzeiten!
Neue Reize setzen…
…so lautet das Motto, das ich mir für meine Australien-Vorbereitung gesetzt habe. Gemeinsam mit meinem Trainer Mario Huys, der die Trainingspläne erstellt, Gieber Sabine (Physiotherapie) und Link Manfred, der für den sportwissenschaftlichen Bereich verantwortlich ist, versuche ich neue Wege zu gehen. Intensives Maximalkrafttraining haben die erste Vorbereitungsperiode strukturiert, ein Trainingsreiz, den mein Körper bis dato nicht kannte.
Mittlerweile sitze ich seit einiger Zeit regelmäßig auf einem “Aqua-Spinning Gerät”. Das ist ein Unterwasserfahrrad mit starrer Narbe, auf dem eigentlich alles verkehrt läuft (außer die Tretrichtung) Das schwierigste hierbei ist das nach unten Treten, während das Ziehen mit der Oberschenkelrückseite wie von selbst geht. Während man sich richtig anstrengen muß, um sitzen zu bleiben (Fett schwimmt auf), fällt einem der Wiegetritt richtig leicht. Da dieses Gerät von der Uni FREIBURG in Deutschland für mich angekarrt wurde und es im Leistungssport bis dato kaum Verwendung fand, gibt es auch nur sehr wenig trainingsbegleitende Lektüre hierzu. Mal sehen was es bringt!?

Außerdem gibt es HIER einen tollen Link zu einer tollen Website für alle Triathlon-Begeisterten: trinews.at ist eine Internetplattform, die sich mit der österreichischen Tria-Szene intensiv auseinandersetzt und auf der Ihr immer brandaktuelle Infos bekommt!
Comments are off for this postJetzt geht’s looos….
Jetzt kommt wieder Schwung in die Sache. Nach kleineren Startsschwierigkeiten im Jänner, kann ich nach einer 4wöchigen “Aufwärmphase” nun feststellen, dass ich wieder in ausgezeichneter Form bin. Es dauert nun schon immer länger, bis ich wieder in Schwung komme - knapp 38 Jahre sind halt kein “Lärcherlsch….” im Ausdauersport, wie es der Kuso umschreiben würde. Aber ich blicke nun auf 13 Jahre Triathlon zurück und weiß, was mein Körper im intensiven und im regenerativen Bereich braucht, damit er wieder auf Touren kommt. Die erste Woche als Triathlonprofi hat sich voll ausgezahlt - tagsüber Training was geht, abends Massage und dann abhängen um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.
Auch das Schwimmseminar letzte Woche hat seine Wirkung nicht verfehlt: voll motiviert habe ich “außerplanmäßig” schnell einen 400m Test eingeschoben, und bin gleich neue persönliche Bestzeit geschwommen! Die Zeit? Unwichtig, die einen versetzt es in Staunen, den meisten aber würde die Zeit weiterhin ein mildes Lächeln entlocken. Aber eines ist amtlich: neue Rekorde motivieren für noch härteres Training und geben mir Zuversicht, dass ich auch noch in meiner “Holzbein-Disziplin” ganz gut werden kann und mir bei der nächsten Schwanattacke die entscheidenden Sekunden bringen wird.

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