Keller Bernhard

Archive for March, 2008

2 Wochen Mallorca

Trotz des zeitweise schlechten Wetters waren es doch zwei sehr anspruchsvolle Wochen, in denen ich versucht habe, ein deutliches Schwergewicht auf meine “Holzbein-Disziplin” zu legen. In den letzten 7 Tagen bin ich eine 2-, eine 3-, eine 4-, eine 5-, eine 6- und eine 7-stündige Radeinheit gefahren - über 800km! Daneben noch gut 10 Stunden Schwimmen und Laufen. Da ist es nur logisch, dass ich außer Training nur im Speisesaal oder im Bett vorzufinden war. Gestern habe ich mir 30 Minuten am Pool gegönnt, aber das war dann auch viel zu kalt und echte Ruhe hat man da auch nicht.

Bis dato hatte ich in meinen Trainingslagern immer viel zu schlechte Möglichkeiten, das Schwimmen konzentriert zu trainieren. Entweder der Pool war so wie in Fuerteventura zu kalt, wie in Italien geschlossen oder wie auf Lanzarote gar nicht vorhanden. In Alcudia kann man wählen zwischen der 1) Sparefroh Variante, bei der man sich in den 25m Indoor Pool (!) des benachbarten Hotels einschleicht oder der 2) Spendierhosen Variante, bei der man zwar vorgibt eine Bahn für 22.-EUR 1 Stunde gebucht zu haben, diese auch benützt aber dann mangels Kommunikationsfähigkeit der dummen Antonia (=spanischer Badewaschl) nach 90 Minuten das Becken verlässt und je nach Laune zwischen 3.- EUR und 3,50.-EUR bezahlt.

Dream-TeamDas ist die perfekte WelleOver an Out

 

Tolle Armfuehrung

Und dass wir hier am richtigen Trainingsort waren, das zeigt die ganze Prominenz, die sich hier ein Stelldichein gibt: Marino Vanhonacker, Weltmeister Daniel Unger, Gernot Georg Müller, Norman Stadler und vor wenigen Tagen eingetroffen: das visuelle Gegenstück zu Norman Stadler, der schöne Hannes “ich gewinne Klagenfurt weil alle Triathleten Idioten sind” Hempel

Der schöne Hannes

 

 

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So ein Tag, so wunderschön wie heute…

Das Wetter wird jetzt immer besser! 20°C, Sonnenschein aber stets kräftiger Wind. Das macht auch das Radfahren zu einer echten Challenge. Da ich täglich zwischen 3 und 6 Stunden am Rad sitze, kommen da einige Kilometer zusammen.24 Stunden sind mir sogar an einem Tag im Trainingslager zu wenig. 06.00Uhr Tagwache, 30min Gymnastik. 07.00Uhr bis 08.30Uhr Schwimmen bei “der dummen Antonia”, danach Frühstück und ab aufs Zimmer. Nach 30 Minuten “Augen Zu” am immer geht es aufs Rad um den restlichen Tag Mallorca radelnd und anschließend laufend zu erkunden. 17.00Uhr Massage, 18.00Uhr Abendessen und bekanntlich fallen mir um 21.00Uhr die Augen zu. Also was bleibt vom schönen Tag?

Die dumme Antonia - kann nix, weiss nix und redet nur spanisch

Nachdem am Sonntag der Großteil der Meute abgereist war, sind wir zu Acht zurückgeblieben. Heute hat uns das lustige Jung-Ehepaar verlassen, die neben Radfahren auch kräftig geflittert haben - Sabsl, Christian: es war eine Riesenhetz mit euch, auch wenn ihr nicht viel da wart! (Neue Trainingsform gem. Gernot M.: “Intervall-Kamasutra”)

Christian und Sabsl

Dann bleiben da noch Waltraud und Michl Simlinger, er ist einer meiner “Mentoren” wenn man das so bezeichnen kann. Michl hat schon Triathlon gemacht, da habe ich noch Whisky aus der Flasche getrunken und die Tschick stangenweise verdrückt. Er sah und sieht den Ausdauersport eigentlich immer so, wie man ihn als Hobbysportler sehen sollte: locker und mit Spaß, ohne den Zwang einem anderen etwas beweisen zu müßen.

Außerdem am Start sind Herbert Plank und Daniela Rechberger. Beide Athleten stehen unter meiner Fittiche und haben als Ziel den Ironman Austria 2008. Während Herbert schon ein alter Fuchs auf der Distanz ist und ein ausgesprochen guter Läufer ist, ist Dani ein Rookie. Sie haben gemeinsam, dass sie sehr fokussiert sind und das Trainingsprogramm nach Punkt und Beistrich durchziehen. Zuweilen muß man sie trotz einer 30 Stunden Woche noch bremsen, so z.B wenn Dani im Radzelt auf meine Rückkehr von der Radausfahrt wartet und fragt ob sie noch ein wenig laufen gehen kann.

Zu guter Letzt ist Gernot Müller mit, ein Spitzenradfahrer vom RC Tretlager, der heuer ebenfalls seinen ersten Ironman versuchen wird und daher mit den Triathleten auf seinem mittlerweile zweiten Trainingslager 2008 auf Malle ist. Obwohl er eine sehr gute Ausdauer hat tut er sich im Wasser noch etwas schwer, und so kann es schon passieren, dass er mir beim Entgegenkommen auf einer Bahn mit dem Finger in das Auge fährt. Nach 10 Tagen hat er die Reihenfolge der Sportarten verstanden, das Training aber ist doch nicht so easy. Zitat:” Scheiße, wie kriege ich das alles nur unter?” Naja, wenigstens bist du ein guter Sparringpartner auf den langen Ausfahrten!

Gernot und Daniela
Gernot und Dani - KEIN Pärchen!
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Kälteeinbruch in Malle!!!

Ja wo bin ich denn hier? Die letzten beiden Tage haben mich mehr an November in Österreich als Frühling auf den Balearen erinnert. Während die Temperaturen bereits am Donnerstag gesunken sind, ist das Wettr wenigstens noch stabil geblieben. Jedoch kam dann am Sonntag eine saumäßige Kälte und heute, Montag noch ein Batzen-Wind dazu. Das Bild unten zeigt ein sehr seltenes Bild: den Puig Major mit Schneehaube - der Blick heute Morgen aus meinem Fenster.Wer sich bereits die Hände reibt und denkt: “Na klar, hauptsache der Keller knotzt in Malle und kann eh nicht trainieren” der irrt gewaltig! Laufen und Schwimmen geht immer, und sobald sich ein wenig die Wolkendecke gelichtet hat, sind wir auch gleich am Rad gesessen. So kamen die letzten sieben Tage auch weit über 30 Stunden zusammen und diese Woche wird sicher um nichts nachstehen, da ab morgen wieder strahlender Sonnenschein angesagt ist (so wie bei dir in Lanza, N.K.!)

Außerdem haben wir einen 33m Pool im Hotel, der zwar geheizt ist, bei frischen Außentemperaturen jedoch in der Badehose nicht zu benützen ist. Mit dem neuen Sailfish ONE sind aber auch die Langintervalle über 5-6km eine feine Trainingseinheit.

Puig Major im Schnee Lockere Ausfahrt wischen zwei Wolkengüssen Saifish bereits im Zimmer

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Wie es kommt so kommt’s

Ich habe mir zwar einen tollen Trainingsplan zurechtgelegt, den ich so gut es geht einhalten wollte. Aber wenn dann der Langbrandner Norbert über die Straße läuft und fragt ob wir nicht gemeinsam eine “kleine” Runde ausfahren wollen, dann kann man schwer NEIN sagen und es wird ein wenig “angepasst”.

Nach knapp einer Woche kann ich bereits sagen, dass das heurige (erste) Trainingslager ein toller Erfolg ist, insbesonders weil es zu Hause schneit und hier in Mallorca herrliches, aber kühles Wetter herrscht. In der ersten Woche waren wir mit dem Verein unterwegs, 22 Personen mit einem Haufen Kids - eine Riesengaudi! Auch unser Nachwuchstalent, Funke Felix, ist mit dabei und fährt mit seinen 15 Jahren schon beinahe täglich einen Hunderter - Hut ab, in dem Alter habe ich noch nicht gewußt wo das böse und das gute Ende am Fahrrad ist. Wenn er weiter so konzentriert trainiert, kann er ein ganz Guter werden in unserem Sport. Dementsprechend stolz war Felix, als er auf ein Foto mit Norbert kam.

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Perfekt!

Einfach perfekt wie sich Mallorca in den letzten Jahren entwickelt hat. Als ich das letzte mal 2001 hier war, war es fast unmöglich einen Pool zu finden und in El Arenal, bei Palma, konnte man gerade einmal 3km rauf und runter laufen wenn man eine längere Einheit geplant hatte.

Mittlerweile haben die Spanier wohl die dicken Brieftaschen der Mitteleuropäer erkannt und haben tolle Bedingungen geschaffen. Die Straßen sind großteils neu asphaltiert (außer auf das Cap Fermentor geht es immer noch holter di polter) und Pools gibt es hier in Alcudia zum Schweine füttern. Laufen kann man sowiesoüberall wo eine halbwegs breite Bundesstraße ist. Hauptsache geradeaus…

Nicht umsonst findet sich die Creme de la Creme des Triathlonsports hier ein. Norman, immer schön frisiert und auch beim Laufen perfekt gestylt, Marino V. wohnt bei uns im Hotel. Aber zuerst nehme ich mir den Langbrandner Norbert morgen vor, 3 Stunden Kraftausdauer plus Lauf, das wird lustig!

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Malle ich komme!

Endlich! Nach sage und schreibe 2,5 Monaten durchgehend zu Hause verlasse ich nun endlich wieder dieses kalte Stück Erde und fliege in den warmen Süden. Wie ich erfahren habe knotzen in Mallorca bereits tausende Radsportler und Triathleten, da fallen wir vom HSV Tria Amstetten gar nicht mehr auf.

2 harte Wochen stehen am Programm, die letzten beiden harten Vorbereitungswochen für Ironman Arizona, der dann am 13.April über die Bühne geht. Die erste Woche begleiten mich noch Tanja und Niklas, in der zweiten bin ich dann alleine auf mich gestellt - aber das werde ich schon schaffen ;-)

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Starker Testlauf am Ende der 25 Tage

Beinahe 4 Wochen hat die letzte Belsastungsperiode gedauert und heute fand sie einen guten Abschluß im LCC Wien Halbmarathon, bevor ich nach einer Woche Regeneration ins 2 wöchige Trainingslager nach Mallorca abdüse.

So habe ich den letzten 25 Tagen 58 Trainingseinheiten absolviert und bin dabei 100km geschwommen und über 1500km radgefahren. Gelaufen bin ich eigentlich sehr wenig, auch das Krafttraining habe ich reduziert - wann auch? Der Tag hat nur durchschnittlich 4-5 Trainingsstunden! Also wollte ich noch einmal wissen, wie es denn um meine Laufstärke steht, habe ich doch im November den gleichen Lauf in neuer persönlichen Bestzeit (1std15min21) absolviert.

Das Wetter war perfekt und so lief ich wieder die Erste der 3 Runden hinter Pumper Susanne in guten 24min50sec. Doch ich wußte auch, dass ich das Tempo nicht halten kann, also rannte ich die zweite Runde mit Eva Maria Gradwohl, ebenfalls eine österreichische Topläuferin. 25min10sec die zweite Runde aber nach 15km merkte ich, dass ich doch ziemlich leer bin und auch dieses Tempo zu hoch ist. Die Oberschenkel brannten und mir fehlten einerseits die harten Kilometer und andererseits ein wenig Regeneration. 1std16min19sec bedeuteten den 10.Gesamtrang und Silber in der M30 Klasse. (Ergebnisse)

Wie man sehen kann, versuche ich meine Schwächen (Schwimmen, Radfahren) zu trainieren und dabei bei meiner Stärke nicht allzuviel einzubüßen. Im Becken fühle ich mich sauwohl! “Während sich andere täglich an das Wasser gewöhnen müssen, muß ich mich täglich an das Land gewöhnen” (Ian Thorpe) Auch am Rad habe ich durch neues, sehr innovative Material gute Fortschritte gemacht. Aber abgerechnet wird erst am 13.April beim Ironman Arizona!

070929_spark_273.JPG          'ne UNrunde Sache

 

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Fotoshooting die I.

Im Zuge eines Fototermines mit meinen Partnern und Freunden Karin+Jürgen Funke von vital-line.com wurde ich erstmals in meinem Leben auf eine richtige Waage gestellt. Und zwar eine, die alle Stückerl spielt! (Wer jetzt nur deswegen weiterliest weil er erwartet, mein gespeichertes Körperfett zu erfahren, kann sich gleich wegklicken - bin viel zu eitel!!)

Nachdem man einen Haufen persönliche Daten eingegeben hat, mißt das Teil die Körperzusammensetzung aufgesplitet in Fettanteil, Fettmasse, fettfreie Masse und Körperwasser. Außerdem erhält man anschleißend eine Segmentanalyes von re+li Bein, re+li Arm und Rumpf, wobei hier sehr interessant die unterschiedlich ausgeprägte Muskelmasse an den Extremitäten ist. Während meine beiden Beine muskulär sehr gleichmäßig ausgebildet sind, ist ein Arm stark benachteiligt - das spüre ich auch beim Schwimmen sobald ich ermüde! Und was sich in meinem Rumpf abspielt - frage nicht!

Jedenfalls erhält man innerhalb weniger Augenblicke einen Ausdruck, der einem vor Augen führt, dass man gerade eben stärker durchleutet wurde als beim Check in am Airport San Francisco. Wer ebenfalls Lust hat sich seine Wintersünden vor Augen geführt zu bekommen kann das kostenlos machen! Nähere Infos unter http://www.vital-line.com/

Was kommt da raus?          Funky-Family

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Indoor - Hoppeltraining

Ich sage einmal so: in Mallorca, Florida oder Lanzarote hätte es mehr Spaß gemacht. Sogar bei Windstille wäre ich draußen gewesen, aber bei dem Sturm war es unmöglich, das Mehrfachkoppeltraining im Freien durchzuziehen.

Geschwitzt wie ein Schwein, habe ich am Standergometer meine Watt gedrückt und dann anschließend am Laufban alles versaut. Aber dafür ist ja der Gymnastikraum in der neuen Ordination da. Viel einfacher ist es dann natürlich auch noch, wenn mein Freund und Ironman-Rookie 2008 Sibs “der Beißer” Sieberer neben mir stundenlang auf der Walze kurbelt und mich mit dem einen oder anderen Schwank unterhält.

 

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