Archive for May, 2008
Und noch einmal…
…ging es gestern beim Linztriathlon über die halbe Ironmandistanz (1,9/90/21,1). Zwar konnte ich nicht gewinnen wie vorgestern oder dritter werden wie im Vorjahr, aber mit nur 90sec Rückstand auf den dritten Platz bin ich gesamt Fünfter geworden. Das ist ein Ergebnis mit dem ich wieder sehr zufrieden bin, denn an der Spitze waren folgende Namen zu finden: gewonnen hat ein gewisser Thomas “Hell on Wheels” Hellriegel, Ironmanweltmeister. Zweiter wurde Staatsmeister Werner Leitner und Dritter der Vorjahressieger Filip Kristl.
Bereits beim Schwimmen war eine deutliche Steigerung zum Vorjahr erkennbar. Ich konnte ein hohes Tempo in der Verfolgergruppe mitgehen und auch alle Tempowechsel problemlos mitmachen. Sicherheitshalber immer an den Fersen und im Wasserschatten der anderen, man gönnt sich ja sonst nix. Nach einem pfeilschnellen Wechsel bin ich als Erster aufs Rad gestiegen und meiner Schwimmgruppe davongefahren. Das war der Moment, an dem ich zum letzten mal Kontakt mit anderen Wahnsinnigen hatte, denn ich machte neuerlich ein einsames Rennen bis ins Ziel. Ich überholte auf den folgenden 90km noch fünf weitere Athleten und wechselte mit der 8.schnellsten Radzeit (2:20:09) als Siebenter auf die Laufstrecke. Zu diesem Zeitpunkt waren zwar bereits 12 Minuten zwischen mir und Hellriegel, der unglaubliche 2:09:30 gedonnert ist, aber nur 3 Minuten Rückstand auf den dritten Platz. Wenn ich das gewusst hätte….Da ich erstens keine Informationen über den aktuellen Zwischenstand hatte, zweitens sehr rasch zwei weitere Athleten überholen konnte und drittens von hinten keine Gefahr drohte, bin ich nicht wie üblich mit 110% gelaufen. Der erste 10er in 38:30min war trotz einiger kurzer Pausen (dehnen, trinken, meditieren, plaudern, schminken,…) ganz ok, der Rest dann schon deutlich härter. Ich merkte wie mir zu Ende förmlich der Saft ausging und (keine Socken-Zeit sparen!) ich Blasen bekam. Also Sicherheitslauf ins Ziel, immer mit der Ausrede im Schädel: ich habe ja vorgestern…..
Nein ehrlich, im Nachhinein ist man immer gescheiter und man denkt: “Hätte ich doch diese 90sec gut gemacht, wäre doch kein Problem gewesen.” Aber so einfach ist das nicht, der Herr Kristl ist auch kein Nasenbohrer und hätte sicher noch eines drauflegen können wenn ich an-gehumpelt wäre. Außerdem habe ich bis Kilometer 20 wirklich alles gegeben, beim Schwimmen, am Rad und auch beim Lauf wie die drittbeste Halbmarathon Zeit von 1:22:47std beweist.
Aber meine Topform kann ich ja gleich nächste Woche erneut unter Beweis stellen, beim Viennaman auf der Wiener Donauinsel, der über die gleiche Distanz geführt wird. Den habe ich schon 2005 gewonnen und auch dort wurde wieder ein Promi eingekauft: Lothar Leder, erster Mensch der den Ironman unter 8 Stunden finishen konnte.
Ganz besonders stolz bin ich auf Dani Rechberger, die mit einer unglaublichen Radperformance schon auf den zweiten Gesamtrang bei den Damen vorgefahren ist und sich dann im Ziel nur einer Ukrainerin und einer Deutschen geschlagen geben mußte. Sie wurde Dritte, beste Österreicherin, OÖ-Landesmeisterin, Siegerin ihrer Altersklasse und kam in die Preisgeldränge; nicht unwesentlich, wenn man einen teuren Trainer bezahlen muß!
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Sieg bei der Triathlon Challenge
Jetzt habe ich endlich auch einmal einen Sieg über diese, mir so ungeliebte Distanz (750m/20km/5km) geschafft. Obwohl ich eigentlich nur vor hatte, maximal zu schwimmen und einen ordentlichen Bikesplit hinzulegen, habe ich es dann doch bis zum Ende durchgezogen. No Na, wenn man schon führt…
Da ich ja bereits übermorgen über die Halfironman Distanz in Linz an den Start gehen werde, war eine schnelle und kurze Trainingseinheit geplant. Niklas hatte heute seinen ersten Triathlon (4.Platz!) und da ich schon einmal vor Ort war, habe ich halt gleich mitgemacht - zuschauen ist ja nicht wirklich lustig. Bereits beim Schwimmen habe ich nach 100m geführt und hatte da sicher über 200 Puls!!! Die restlichen 650 Meter habe ich dann aber lieber an 6. Position verbracht um keinen Herzinfarkt zu riskieren. Knapp hinter Norbert König bin ich aufs Rad gestiegen und habe dann sofort meinen Vorsatz wahrgemacht: radeln als wenn es kein morgen gäbe. Ich wollte einfach nur schauen was wirklich geht ohne Rücksicht auf irgendeinen anschließenden Lauf. Nach 15km habe ich über eine Minute auf die Spitze gutgemacht und auch sogleich die Führung des gesamten Feldes übernommen. 27:17min war mit Abstand die schnellste Zeit - nur Tod Martin, ein Staffelfahrer, war schneller als ich (der hatte aber auch keine 200 Herzfrequenz bevor er auf das Rad gestiegen ist). Wenn man schon an der Spitze aus der 2.Wechselzone läuft, dann muß man es auch durchziehen, noch dazu wo es einen Patzen Preisgeld zu gewinnen gibt. Also waren dann die abschließenden 5km mehr Genuß als Qual. 17min09sec für die 5km, beste Zeit von allen inklusive Staffelläufer - nur Scholler Klaus kam mir mit 17min10sec gefährlich nahe (aber der mußte ja nicht…ah, das hatten wir schon)
Ergebnis Einzel hier Staffel hier
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EZF-Euratsfeld
Wenn der Wagner Willi ein Zeitfahren in Amstetten veranstaltet, dann versuche ich auch daran teilzunehmen. Unabhängig davon wie viel ich davor trainiert habe und wie mein Gemütszustand ist, 22,5km kann ich immer brettern. Aber dass das soooo weh tut, damit habe ich nicht gerechnet. Obwohl ich die letzten Wochen viele intensive Einheiten trainiert habe hat mir ab Kilometer 4 doch schon ein wenig der Schmerz die Sinne geraubt. Zahlreiche Hügel, die zum liegen bleiben zu steil und zum aufstehen zu flach waren machten das Unterfangen für einen Anti-Berg-Profi wie mich nicht wirklich leichter. Aber ich habe alles (verfügbare) gegeben. Ein wenig unter 35min für 22,5km bedeuteten den 7.Gesamtrang mit 1:26min Rückstand auf den Sieger. Das Ergebnis ist weit besser als erwartet, wobei ich mir sicher bin, wenn ich das ganze ein wenig ernster genommen und mich nicht am Vortag mit einer “trockenen Hunderter Runde” aus dem Leben geschossen hätte, wäre sicher noch um einiges mehr drinnen gewesen.
Ergebnisse gibt es hier.
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Jetzt ist es also soweit und mein Sohn hat das erste “richtige” Rad bekommen. Gripshiftsschaltung 6fach, Niederquerschnittreifen, tiefer gelegt…Alles was man halt so für seinen ersten Triathlon, der ja schon ansteht, braucht. Nachdem er heute auch noch eine Goldene beim 50m Sprint bekommen hat, steht ihm einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Wege.
Und wie es der Zufall so will, habe auch ich gestern mein neues Rad von der Firma Ginner entgegengenommen. Es ist ein Cervèlo P3 2008. Warum gerade dieses? Die Schweizer haben 2 berühmte Persönlichkeiten: Willhelm Tell, der einen Apfel auf der Birne hatte…finde ich doof! Und Fabian Cancellara, 2facher Zeitfahrweltmeister, der ein Cervèlo P3 unter seinem Hintern hatte….das finde ich cool, und daher habe ich mir auch eines zugelegt. Ausstattung? Die beste inkl. Zipp 1080! Gewicht? sub 8kg! Mainstream? Nicht mit mir, daher habe ich es von Peter Wendy airbrushen lassen um wieder einige Materialfetischisten vor den Kopf zu stoßen.
Und weil ich mich so gefreut habe, habe ich gleich heute meine 100er Runde in PB (personal best) niedergebügelt und mich dabei etwas abgestochen. Zu Hause angekommen war mir wieder einmal klar, dass man, auch wenn die Distanz kurz ist, im Sommer immer eine zweite Trinkflasche mithaben sollte. Auch wenn keine Halterung montiert ist!
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Stolz darf ich verkünden, dass ich eine weitere persönliche Bestmarke geknackt habe: es ist (war) die 2 Stunden Grenze bei einem Triathlon über die olympische Distanz (1,4/40/10). 1:59:17 lautete die Finishzeit gestern beim traditionellen Saisonstart (in Europa). Aber nicht nur die Gesamtzeit, auch die Splitzeiten beim Schwimmen und Laufen habe ich verbessert - und das mit 39 Jahren bei der 8. Teilnahme. Also wer sagt da, dass man im Alter nicht mehr schneller wird? Man muß sich nur ein wenig schinden, dann geht das schon.
Da ich die letzten Wochen unter der Aufsicht von Madlmair Andreas geschwommen bin, habe ich schon sehr viel Selbstbewußstein bei der Auftaktdisziplin gehabt, weil ich wußte dass ich viel gelernt habe. Mein erklärtes Ziel war es beim Schwimmen endlich einmal an der Spitze dranzubleiben und mit 18:51min war ich fast eine Minute schneller als die letzten Jahre. Bereits in der Wechselzone machte ich drei Plätze gut und ging als elfter auf die Radstrecke auf der uns sehr heftiger Wind erwartete. Schnell holte ich Norbert König ein und wir konnten uns bis Kilometer 20 von einem Verfolgerpacket absetzen, als wir plötzlich vor einem Bahnübergang angehalten wurden: ….WEIL EIN ZUG KAM!!!!!!! Das ist ja wirklich unglaublich und so etwas habe ich erst einmal erlebt. Gestern aber war es ärgerlich, weil wir von 40km/h auf Null runterbremsen mußten, 30 sec herumstanden, wieder neu den Rythmus zu finden hatten und die Verfolger klarerweise wieder da waren. Nach 1:04:19 am Rad wechselte ich mit der schnellsten Wechselzeit aller Teilnehmer in die Laufschuhe und war gespannt was mich erwarten würde. Nach einer extrem harten Woche mit kaum einem Tag ohne maximaler Herzfrequenz lief ich den ersten km in 3min 15sec - Norbert hinter mir. Bis Kilometer 8 konnte ich das Tempo hochhalten und befand mich auf dem 4. Gesamtrang. Doch dann stieg der Norbert in die Abgründe seiner autonomen Reserven, löste sich aus dem Windschatten den mein 73kg Körper ihm bot und sprintete an mir vorbei. Ganz ehrlich: wenn es wer anderer gewesen wäre hätte mich mein Ego zu einem Duell getrieben, denn auf der Laufstrecke abgehängt zu werden tut mir schon weh - aber ER, er hatte doch gestern Geburtstag, außerdem ist er ja aus Obergrafendorf, und…und…du warst mir einfach zu schnell! Aber ich bin mit meinem 5.Gesamtrang auch sehr glücklich!! 34:56min auf den letzten 10km bedeuteten die drittschnellste Laufzeit für mich.
Nun zeigt meine Formkurve bereits seit Anfang Dezember nach oben. Neue Bestzeit in Australien (8Std41min), beste Platzierung ever in Arizona (10.Platz Pros) und das gestrige Ergebnis sind ein deutliches Zeichen, dass ich am richtigen Weg bin.
Von meinem Verein, HSV Tria Amstetten, waren nicht weniger als 8 Athleten am Start: Gastecker Thomas mit einem tollen Radsplit von 1Std02min als 11., Kusolitsch Harald wurde 18., Plank Herbert 28., Schneller Karl 56., Köhler Roman 70., Sieberer Christoph 101. und Gastecker Sabine 134. Außerdem startete Kronnerwetter Wolfgang über die Sprintdisatnz und belegte Rang 6. Auch das Ergebnis von Rechberger Daniela freut mich sehr, die mit 2Std 19min den 2.Rang in Ihrer Klasse belegte. Gesamtergebnis
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..der kann auch im Wettkampf 110% geben” Diese Worte las ich letztens in der Zeitschrift TRILIFE. Und sie stammen von keinem geringeren als dem x-fachen Weltrekordler und besten Läufer aller Zeiten, Haile Gebrselassie. Er ist zwar ein Wunderläufer, aber er sagt selbst, dass er nur deswegen im Wettkampf bestehen konnte weil seinen Konkurrenten oft die letzte Konsequenz im Training fehlte und er dadurch immer den entscheidenden Vorsprung ins Ziel retten konnte.
Ich weiß zwar nicht wie meine Gegner trainieren aber ich bin mir sicher, dass es auch auf der Langdistanz im Triathlonsport darum geht, sich regelmäßig an den Grenzen der Leistungsfähigkeit zu bewegen, zumindest im Profisport. Es hat mir speziell in der vergangenen Saison einige Wochen gekostet, nachdem ich ZU hart geschwommen bin und mir durch Überlastung eine Rippe gebrochen habe. Ich habe aus DIESEM Fehler gelernt und bin seitdem fast nicht mehr mit Paddles geschwommen. Jedoch gibt es am Rad und in den Laufschuhen noch sooooo viele andere Grenzen die ausgelotet werden müßen, und ich bin wieder einmal dabei diese Grenzen zu finden äh suchen.
“Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr kommt irgendwo ein Lichtlein her” - Diesen Spruch hörte ich immer von meiner Mutter wenn ich partout keine Lust hatte etwas zu lernen und dies mit meiner Müdigkeit begründete.
Wenn ich heute, 30 Jahre später auf der Laufbahn meine Runden ziehe oder am Rad an meine Grenzen stoße, dann gehen mir solche Sätze durch den Kopf und ich habe noch mehr Motivation an meine Grenzen zu gehen. Ich bin mir sicher, wenn ich hart an mir arbeite dann wird 2008 meine erfolgreichste Saison werden, unabhängig davon was meine Konkurrenten machen. Der Saisonstart mit dem IM Arizona hat geklappt, morgen werden beim Triathlon Obergrafendorf weiter sehen.
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Duathlon Staatsmeister!
Nein, nicht ich, wie sollte ich auch? Nach dem Laufen Rad zu fahren ist für mich so gut wie unmöglich, ich bleibe bei meinen Leisten. Der Karl PRUNGRABER wurde gestern in Telfs, Tirol, erneut österreichischer Duathlon Staatsmeister auf der Kurzdistanz. Und das freut mich, weil ich den Karli nun seit 4 Monaten trainiere. Er war zwar letztes Jahr auch schon Staatsmeister, aber gerade die letzten Wochen hatte er eine sehr schwierige Zeit, die geprägt war von einem DNF (Did Not Finish) bei der EM in Holland mit anschließender Krankheit. Mehr oder weniger aus dem Stand gewann er letzte Woche den Duathlon am Wörthersee und konnte gestern die “Wintertriathlon-Djangos” Planitzer und Co auf die Plätze verweisen. Gratuliere Karli, wir sind am richtigen Weg um in Klagenfurt den anderen den Hintern zu versohlen.
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