Keller Bernhard

Archive for June, 2008

TV Tips

Unser allerliebster TV Guru Christopher D. Ryan hat die “oidn Hodan” wieder neu aufgelegt.

  1. Sonntag, 29.06: 20.15Uhr TW1 Ironman Hawaii 2005
  2. Montag, 30.06: 20.15Uhr TW1 Ironman Hawaii 2006 (das war meiner!!)
  3. Dienstag, 01.07: 20.15Uhr TW1 Ironman Hawaii 2007

 

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Und was hat das alles gebracht?

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Erfolg objektiv meßbar sein muß. Egal ob privat oder im Beruf, im Büro oder eben wie in meinem Job beim Sport. Einer der Gründe, warum ich so überzeugt von der Leistungsdiagnostik im Labor bin(in der Ordination unter konstanten, vergleichbaren Beingungen) ist eben diese objektive Bewertbarkeit. Ich teste neben zahlreichen anderen Athleten auch mich selbst mindestens alle 12 Wochen am Laufband und am Ergometer um festzustellen, ob mein Training Erfolg hatte (oder auch nicht) und in welcher Richtung nachjustiert werden muß. Außerdem habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht regelmäßig den Nutrition Point meiner Partner Karin und Jürgen Funke aufzusuchen, weil dort eine sündteure “Tanita-Körper-Analysewaage” steht. Ob die Daten, die dieses Gerät auswirft jetzt 100%ig stimmen oder nicht sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, dass auch hier unter Rücksichtnahme der immer gleichen Bedingungen (in der Früh, nüchtern,…) sehr wohl eine gute Vergleichbarkeit gegeben ist.

In den vergangenen beiden Wochen habe ich alles (sportliche) auf eine Karte gesetzt und außer Training, Essen und Schlafen nur hin und wieder mit meiner Familie etwas geplaudert - ich war echt an der Grenze und habe erkannt, dass beinahe 80 Stunden Training (ohne Gymnastik, Körperpflege, Muskelpflege, Essen, Mittagsschlaf,..) in 14 Tagen mich absolut an die Grenze des Machbaren gebracht haben. Ich hatte zu Ende noch ein sehr gutes Gefühl und spürte auch, dass ich besser geworden bin. Aber was hilftz mir schon mein Gefühl? Was sagen die Zahlen?

  1. Schwimmen: den 1500m Test habe ich 14 Tage nach meinem persönlichen Rekord neuerlich um 20 sec unterboten, was ich nicht auf meine verbesserte Technik sondern auf meine exzellente Ausdauer zurückführe
  2. Radfahren: durch meine neuen, maßgeschneiderten Radschuhe, die die Pedalaufnahme in der Mitte der Fußsohle haben, habe ich nicht nur eine andere (und aerodynamisch günstigere) Position am Rad sondern auch eine bessere Kraftverteilung. Außerdem schlafen meine Fußsohlen nicht mehr ein, was das Radfahren zu einem wahren Genuß macht!! Nackte Zahlen nach dem Laktattest: Aerobe Schwelle plus 25 Watt, Anerobe Schwelle plus 15 Watt
  3. Laufen: Kurz und bündig: bei 15km/h am Laufband lief ich mit 0,6mmol/l weniger und bei 20km/h mit 1,1mmol/l weniger als beim Stufentest Ende Mai.
  4. Körperanalyse: Mein Gesamtgewicht habe ich in den letzten 2 Wochen um 2 kg reduziert, wobei das Körperwasser mit 46% ziemlich gleich geblieben ist. Körperfett konnte ich um 2,4% auf 7,2% reduzieren, die Masse dieser verbleibenden 5,2kg habe ich im Rumpfbereich. God save my lifebelt! Naja, in meinem Alter……

Ja, ich in einer sehr guten Form, top vorbereitet für den Ironman 2008 und ich erwarte mir ein Topergebnis. Aber das sage ich ja jedes Jahr um die Zeit!

Tanita Körperanalyse

 

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Tag 14 - und aus!

Mit einer 215km Schleife habe ich den 14 tägigen Belastungsblock abgeschlossen. Gute 2500HM haben das Unterfangen etwas erleichtert, denn 6,5 Stunden “Eier kratzen”, wie es Langbrandner Norbert einmal tituliert hat, wäre auch echt fad. Da sind ein paar nette Bergerl gerade das richtige umd den Hintern ein wenig zu entlasten. Nachdem ich schon keine Powerbars mehr sehen konnte habe ich mir heute etwas mehr Geld mitgenommen und mich die ersten 150km auf meine Lieblingstankstelle in Göstling/ Ybbs gefreut, bei der es heute das Einsermenü gab: ein halber Liter Cola, ein Gatorade, ein Liter Wasser und…..ein Twix!!

Alles in allem habe ich die beiden Wochen sehr gut überstanden. Während ich in der ersten Woche noch sehr hohe Umfänge hatte (40 Stunden) habe ich diese Woche um etwa 10% reduziert, dafür ist umso mehr Intensität dazugekommen. Auch die Laufeinheiten hatten es in sich, unter anderem die Mittwochseinheit die schon etwas Überwindung brauchte um das Programm auch bis zum Ende durchzustehen. Schwimmen war eher sekundär, ich habe auch deutlich gemerkt, dass meine Performance im Wasser unter der Anstrengung der letzten Tage gelitten hat.

Die nächsten 3 Wochen stehen nun im Zeichen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Ich werde zwar beim Schwimmen schon noch ordentlich hinhalten müßen, jedoch wird die Belastung auf 20 Stunden und weniger heruntergeschraubt damit meine Muskeln (und mein Kopf) das Training gut verarbeiten können. Laufen und Radfahren treten in den Hintergrund, das Material wird für den 13.Juli vorbereitet und auf Herz und Nieren geprüft. Mit Ende dieser Woche beginnt dann auch die ernährungstechnische Vorbereitung: 2 Wochen kein Koffein und übernächste Woche Beginn der Carbo-Diät. Da kommt dann wieder die Zeit in der sich mein Umfeld wünscht, dass ich möglichst bald wieder aufs Rad steige und viele Kilometer zurücklege, denn da bin ich nicht so unausstehlich wie in der Taperingperiode.

Ausfahrt in den Bergen

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Tag 13 - Achtung, Akku fast leer!

Dabei hat es so gut begonnen: 3500m Dauerschwimmen (25m Becken) in New Personal Best, gleich anschließend 90km Tempofahrt. Meine Hausrunde in tollem Tempo, herrliches heißes Wetter macht das ganze zu einer echten Challenge! Ich habe sehr viel beim Radfahren gegessen, nur wenn die Speicher einmal so geleert sind, wie es die letzten Tage passierte, da wirken ein paar Riegel und Gels auch nix mehr. Der anschließende 20km Lauf war dann anfangs auch gut, aber ich habe auch gleich beim losrennen gemerkt dass ich da kein Renntempo auf den Asphalt legen kann.

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Tag 12 - ein bisserl was geht immer

07.00Uhr Abfahrt zum Triathlon nach Krems - die Distanzen: 25m Schwimmen - 1000m Rad - 300m Laufen. Ergebnis: 2.Platz, Niklas war echt brav und hat bis zum Ende alles gegeben. Nun, dann kann ich am Nachmittag auch nicht aufstecken und nasenbohren: also habe ich mich zu einer für mich sehr unangenehmen Zeit aufs Rad geschwungen, die Laufschuhe in den Rucksack gepackt und bin ins Stadion gefahren um ein mehrstündiges Koppeltraining zu absolvieren.

Ganz toll, was man nach knapp 2 Wochen aus dem geschundenen, alten Körper noch rausholen kann! Die 20km Splits am Rad nie länger als 32min, die 5km Läufe schneller als IM-Zieltempo - soooo mag ich das!!

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Tag 11-die Herzfrequenz beginnt zu sinken

Eine tiefe Herzfrequenz kann entweder ein gutes Zeichen (gesteigerte Fitness, Herzhypertrophie) oder ein Alarmzeichen sein. Machen wir uns nichts vor, nur in den seltensten Fällen können austrainierte Triathleten mitten in der Saison von einer anatomischen Veränderung sprechen - so etwas dauert Monate und nicht 11 Tage. Bei meiner heutigen Radeinheit, die mich von Amstetten und Wang über den Reinsberg, Pfaffenschlag, Krip, Luft und Hochkogel geführt hat, habe ich meine HF kaum über 140 gebracht. Ich hatte zwar ein gutes Tempo, aber ich merkte deutlich, dass die Muskulatur nicht mehr bereit ist so zu arbeiten wie sie sollte und die niedrige HF ist da dann auch immer ein deutliches Signal für….einen Schuß Coca Cola von der Tankstellle. Dann konnte ich auch wieder von Waidhofen bis zum Baumax Amstetten einen 39er Schnitt halten.

  • 05.20Uhr: Gymnastik/ Stretching
  • 06.00Uhr: Schwimmen, 4,9km
  • 10.00Uhr: Gymnastik/ Kraft
  • 11.00Uhr: Rad, 135km, 2100HM
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Tag 10 - brennende Wadeln

Langsam macht sich die Belastung der letzten Tage bemerkbar, aber ich kämpfe noch großartig. Und bei 35 Stadionrunden muß dann auch die Motivation stimmen!

  • 05.20Uhr: Gymnastik/ Stretching
  • 06.00Uhr: Schwimmen - 5,5km
  • 09.00Uhr: Schnarch…..
  • 11.00Uhr: Gymnastik/ Kraft
  • 12.00Uhr: Laufen- Laufbahn, viiiiiieeeeele Tempoläufe
  • 15.00Uhr: Gymnastik/ Stretching
  • 21.30Uhr: Schnarch…..
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Tag 9 - nach dem Hochmut kommt der Fall

Herrgott kruzifix, kruzifix. Um Gottes Willen, so sehr habe ich mir vorgenommen meine Meinung auf dieser Plattform nicht Kund zu tun aber ich kann einfach nicht anders. Es sprudelt so aus mir heraus dass ich nicht mehr Herr über die Tasten bin. Ich muss einfach einmal über UNSERE Fußballer schreiben, die seit Wochen die Medienlandschaft erdrücken. Als bekennender Fussball-Agnostiker ist die EM so gut wie spurlos an mir vorübergegangen, doch das gestrige Spiel war ja dann nicht mehr zu ignorieren. So sehr hätte ich es den österreichischen Fußballfans gewünscht ihren Cordoba-Komplex ablegen zu können. Der Hundskick von 1978 macht euch soooo stolz, dass ihr noch 30 Jahre später davon träumt - ist euch das eignetlich nicht peinlich?

Jetzt haben also UNSERE Kicker (oder ist es jetzt nur mehr DAS Nationalteam?) gegen den großen Feind Bruder Deutschland verloren. Dabei wurden ja Lobeshymnen angestimmt, wonach WIR den Deutschen die Lederhose ausziehen. Warum eigentlich? Habt Ihr das Ernst gemeint oder war das eine panikartige Flucht nach vorne? Und wer war schuld? UNSERE Kicker sicher nicht, denn die haben sich ja voll bemüht und mit 22 Fouls (Deutschland nur 11) in 90 Minuten tollen Einsatz gezeigt. UNSER Hicke-Hacke? (Wobei, der Pepi ist ja fast schon MEIN Pepi, denn der ist erstens nicht nur Amstettner sondern hatte auch die gleiche Volksschullehrerin wie ich!!!!) Wenn wir schon EINER Person die Schuld geben dann dem Schiri, denn der hatte sich die Frechheit herausgenommen und zwei Störenfriede, die am Spielfeldrand wild gestikulierend versuchten die 22 Spieler zu dirigieren, auf die Bank zu verweisen. Wie auch immer, um 21.52 Uhr hat es dann Bumm gemacht und alle Träume waren vorbei. Jetzt muß sich das 100 köpfige ÖFB Team aus dem Luxusresort Stegersbach verabschieden (na, einige werden schon noch ein bisserl bleiben dürfen) und die armen Fußballer müssen sich für ihre Glanzleistung, in 3 Spielen kein einziges Tor geschossen zu haben, mit 22.000.-EUR pro Spieler begnügen. Ist das fair? Denn man muß sich einmal vorstellen: hätten UNSERE EURE Spieler den Aufstieg geschafft, dann hätte jeder (!) 152.000.-EUR (!) bekommen. Zweimillionenschillinge (!) für ein neues Cordoba - das wäre es doch wert gewesen! Da hätte dann ICH 30 Jahre davon gesprochen!

Nun zu meinen Glanzleistungen, die hoffentlich auch bald so gut honoriert werden, denn Tore schieße auch ich keine:

  • 06.00Uhr: Gymnastik Stretching/ Kraft
  • 09.00Uhr: Rad, 160km 2500HM
  • anschl: 17km Tempolauf, 3km auslaufen
  • 16.30Uhr: Muskelpflege/ Massage

 

sbo1x006.jpg
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Tag 8 - nimm ein wenig raus Berndi…

…hat mir mein gutes/schlechtes (??) Gewissen gesagt. Nachdem ich heute wieder um 05.00 Uhr augestanden bin um nach einer ausgedehnten Gymnastik (endlich wieder einmal) mein Schwimmtraining (5,2km) zu absolvieren, mußte ich den restlichen Vormittag in der Hängematte verbringen - Kräfte sammeln für den Nachmittag (75km Rad+18km Lauf) und für all die anderen Tage die da noch kommen werden….

haengematte.jpg
“Hang loose” bekommt eine neue Bedeutung
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Tag 7 - erste Woche geschafft

Vorweg einmal Hut ab vor all jenen Athleten, die von Freitag bis Sonntag das gleiche Programm wie ich durchgezogen haben und unter Woche noch 20 bis 40 Stunden (Christian bald 30 Stunden???) arbeiten. Dieses Wochenede hatte es in sich und zum Glück waren auch einige meiner Athleten mit mir in Klagenfurt, sonst hätte ich vielleicht die eine oder andere Einheit (im Regen) gekürzt!?!

Wir sind gerade am Weg nach Hause und konnten heute endlich einmal  trocken vom Rad absteigen:

  • 06.15Uhr: Gymnastik mit Stretching/Kraft
  • 07.00Uhr: Schwimmen im Wörthersee
  • 10.00Uhr: Rad 90km Tempofahrt
  • anschl. Tempolauf 75min

Alles in allem war ich diese Woche nie wirklich am Limit (außer am Freitag bei der Regenfahrt) obwohl ich doch 40 Stunden unterwegs war und auch noch die eine oder andere soziale Verpflichtung hatte. Morgen geht die zweite Woche los, die sich von der vergangenen nur insofern unterscheiden wird, als dass zu den hohen Umfängen noch eine Portion Intensität dazukommt.

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