Keller Bernhard

Archive for July, 2008

HSV Wochenende

Wie jedes Jahr, so ging es auch heuer wieder mit einem Teil des Vereines (HSV Tria Amstetten) auf ein gemütliches Wochenende. Eine Riesenhetz, ein kleiner sportlicher Beitrag auf dem Mountainbike und ein ordentliches Flacher Feuerwehrfest rundeten die drei Tage ab. Ein gelungener Abschluß meiner zwei Erholungswochen, in denen ich kurzfirstig wieder vom Ghandi zum Elvis mutiert bin

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Wer sein Rad liebt der schiebt!

Jetzt bin ich seit einer Woche „im Untergrund“. Soll heißen dass ich seit dem Ironman- Sonntag kein Internet und kein Telefon angerührt habe und in der tiefsten Toskana fernab jeglicher Zivilisation (wie ich sie gewohnt bin) den Tag fließen lasse wie er kommt. Ich gehe zwar weiterhin um 21.30 Uhr schlafen, jedoch stehe ich oft erst um 08.00Uhr auf. Zusätzlich schlafe ich noch zu Mittag die eine oder andere Stunde. Die einzige Konstante ist zur Zeit eine tägliche 20minütige Schwimmeinheit (oder besser gesagt: Baderei) am Seil – kurze Momente in denen ich völlig abschalte und nicht an meinen letzten Wettkampf denke. Das Ergebnis habe ich immer noch nicht ganz verdaut.

Natürlich habe ich auch (sicherheitshalber) mein neues MTB Trek Fully dabei, man weiß ja nie ob man urplötzlich vom Bewegungsdrang übermannt wird. Heute war es (fast) soweit und ich wollte einmal ein wenig auf dem angrenzenden Wanderweg spazieren fahren, als mir nach 15 Minuten (großteils bergab) ein Stock in die Speichen fährt und haargenau das Ventil trifft – in der Mitte ab, so etwas habe ich noch nie gesehen! Berndi der alte Fuchs hat zwar einen Ersatzschlauch und eine CO2 Kartusche dabei, muß jedoch mangels weiteren Werkzeuges den Mantel mit zwei Stöckchen aushebeln. Ich kam mir vor wie Crying Norman am Highway in Hawaii. Zu allem Überdruss war dann auch noch die Kartusche leer (!!) und so hieß es nach Hause marschieren um die Bontrager Felgen nicht zu demolieren. Wenigstens habe ich auf dem 45minütigen Fußmarsch meine neuen Specialized MTB-Schuhe gleich einmal ordentlich eingegangen. Ich denke ich bin bereit für meinen ersten X-Terra auf europäischen Boden. Zu Hause angekommen habe ich den Reifen dann mit einer Standpumpe aufgepumpt worauf es einen irren Knall gab und sich der letzte Schlauch auch noch in kleine Teile auflöste. Jetzt bleiben mir nur mehr die Laufschuhe von denen ich nicht einmal weiß wo ich sie liegen habe. Auch nicht so wichtig, wir haben einen tollen Pool und Niklas fehlen noch einige Schwimmeinheiten ;-)

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Anders als erwartet :-(

Naja, das war nicht so wie ich es mir erwartet habe! 32.Gesamtrang und 20.Platz bei den Profis mit einer Endzeit von 8std57min…..einfach irre wie hoch das Niveau ist, mit dieser Zeit wäre man vor 5 Jahren noch unter die Top Ten gekommen! What happened?

Das Einzige was ich heute wirklich genossen habe war (neben meinem ersten Kaffee nach 2 Wochen) der erste Teil der Schwimmstrecke. Bis zur zweiten Boje (ca 2000m) war ich ziemlich weit vorne dabei. Ich kann mich erinnern, lange Zeit die Zehen von Alexander Frühwirth gestreichelt zu haben als mich ein ungutes Gefühl überkam. Ich fing an zu schwitzen und es wurde mir unheimlich heiß. Ein Hitzestau wie ich ihn noch nie erlebt habe. Also mußte ich den Neo öffnen, damit etwas kühles Wasser eindringt. Als mich dann zuerst der spätere Gesamtdritte Hannes Hempel (neuer österr. Rekord!) und dann noch unzählige Agegrouper überholen kommen die ersten Zweifel. Ich schwimme kaum noch wirklich Tempo habe aber 190 Puls und bekomme keine Luft. Eine Unendlichkeit vergeht, bis endlich die erste Disziplin zu Ende ist. 55min18sec, 5min langsamer als erwartet.
Am Rad geht das Desaster weiter. Kaum ein Druck am Pedal und wenn ich es ein wenig versuche, dann spüre ich sofort die Krämpfe kommen. Bei km 50 ist es soweit, dass ich absteigen muß weil ich auf beiden Beinen (!) hinten und vorne (!) krampfe. Also langsam weiter, wenn ich gewusst hätte wie das mit dem Aufgeben funktioniert, dann hätte ich es sofort gemacht - Ehrenwort! Aber das Leben ist nicht immer so einfach und man muß auch solche Tiefs überwinden. Die ersten 90km absolvierte ich in 2std27min, danach kam leichte Besserung und ich schöpfte Hoffnung. Ich bekam eine runden Tritt, die Krämpfe blieben. Die zweite Runde fuhr ich in 2std21, eigentlich hatte ich vor beide Runden in dem Tempo zu fahren!

42,2km voll angepeckt anzugehen ist nicht wirklich angenehm, schon der Gedanke in der Wechselzone hat mich nicht motiviert. Pfeif drauf denk ich soll so sein,….da mußt du jetzt durch Berndi, egal wie lange du brauchst! Und das waren dann 3std 08min, klarerweise mit unzähligen Gehpausen und Dehnungen um die Krämpfe loszuwerden.

Was bleibt Positives zu berichten?

  1. Ich bin sehr stolz, dass ich das Ding wieder durchgezogen habe! Ich weiss, dass 80% aufgeben, wenn es ihnen so geht wie es mir fast 9 Stunden lang ergangen ist. Dass ich mich nicht anstrenge kann man mir bei Gott nicht vorwerfen!
  2. die von mir betreuten Athleten:
    1. Niklas wird Gesamt Vierter beim Ironkids *g*
    2. Karl Prungraber, Gesamt 9.Platz und immer gelächelt dabei!
    3. Plank Herbert, 3.Rang in der Altersklasse, persBest um 20min verbessert, Hawaii Ticket!
    4. Schneller Karl, Rookie mit 9std 46min!!
    5. Sieberer Christoph, Rookie mit 10std23min und einem 3std31min Marathon!
    6. Daniela Rechberger, Rookie mit 11std09min-4std34min am Marathon ist hart, aber du hast gefinisht, bin stolz auf dich!!!!
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Amstettner Treffen

Es ist eigentlich ein Wahnsinn, wie viele Österreicher beim Ironman Austria an den Start gehen. Von den 2400 Startern kommen 2000 aus Österreich. Kein Wunder, dass sich bereits 8(!)Profis für Hawaii 2008 qualifiziert haben. Und wer bildet die Grundlage und Basis für diese tollen Erfolge?!?!? Es sind die Amstettner! Schon seit vielen Jahren sind etliche am Start, heuer habe ich versucht einmal möglichst viele auf ein Foto zu bekommen. Unten könnt Ihr den Erfolg sehen - 12 waren da, viele waren scheinbar bereits auf der Pasta Party. Aber in den nächsten Jahren werden wir das dann schon schaffen ;-)

Amstettner Athleten

stehend v.l.: mein Rad, Harald Kusolitsch, Roman Köhler, Haselsteiner Erich, Schwandl Georg, Raab Hannes, Rechberger Daniela, Reibl Christian kniend v.l: Meinereiner, Gernot Müller, Christoph Sieberer, Schneller Karl, Plank Herbert

Und wenn man bedenkt, wieviele Personen und Hunde jeder Einzelne mit nimmt, dann kennt man auch den Wirtschaftsfaktor, den der Ironman bringt.

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Auf ein Neues!

In wenigen Tagen ist es wieder so weit und der zehnte Ironman Austria geht über die Bühne. Ich werde das siebente (?) Mal an den Start gehen und so wie 2399 andere Athleten versuchen das Beste aus mir heraus zu holen.

3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen sind bei Gott kein Bröserl, auch nicht wenn man es schon 14mal gemacht hat. Während ich früher am Weg zur Realisierung meist mein eigener Gegner war, sind die Ziele am Sonntag schon weit höher gesteckt und zahlreiche andere (vorwiegend österreichische) Profis werden versuchen mir die Suppe gehörig zu versalzen. Qualifikation für die WM in Hawaii 2008 ist mein Ziel und so wie ich das Starterfeld einschätze, ist hierzu ein Top 8 Platz mit einer Zeit um die 8Std 35min erforderlich. Letztes Jahr hatte ich eine tolle Schwimm- und Radleistung, jedoch konnte ich nach einer 6minütigen Zeitstrafe meinen Laufrythmus nie finden und stolperte nach knapp über 9 Stunden in das Ziel. (Ergebnis 2007). Heuer bin ich sowohl beim Schwimmen wie auch bein Radfahren deutlich besser, wie meine Ergebnisse bei den letzten Wettkämpfen gezeigt haben. Und dass ich laufen kann habe ich schon im Dezember 2007 beim Ironman Australien bewiesen, als ich den abschließenden Marathon in 2std48min aufs Parkett legte. Wenn alles zusammen passt und ich einen Tag wie im Oktober 2006 erwische, aber dann…

Einen guten Stimmungsbericht meinereiner bringt auch ein Interview mit trinews.at.

Mir wurde die Startnummer 9 zugeteilt, ich stehe zwischen Alex Frühwirth und Peter Schoissengeier. Damit ist wenigstens sichergestellt, dass ich beim ersten Wechsel genug Platz habe. Ihr könnt das Rennen ab 07.00Uhr Ortszeit (das ist sieben in der Früh in Wien) auf www.ironmanlive.com verfolgen. Unter “track an athlete” solltet Ihr regelmäßige Zwischenstände abrufen können. Außerdem gibt es auch einige TV Termine: Sonntag, 13.07., ORF1 19.10-19.55Uhr bzw TW1 20.15-21.00Uhr. Großer Bericht dann am 22.08 auf TW1 von 20.15-22.45Uhr.

Ich werde versuchen meinen Blog bereits am Sonntag zu aktualisieren, dann könnt Ihr hier lesen warum es so gut gelaufen ist - oder auch nicht.

Und bitte unbedingt weitersagen: alle AMSTETTNER die am Sonntag starten, treffen sich am Freitag 11.08, 17.15Uhr (beim Einkaufsladen) am Campingplatz gegenüber des Strandbades um ein gemeinsames Foto zu machen. Hier sind natürlich alle angesprochen, die Amstettner sind, für einen Amstettner Verein starten, in Amstetten arbeiten, einen Hund aus Amstetten haben,…. Seid bitte pünktlich, wir drücken um 17.30 Uhr ab dann können noch alle gemütlich die 20 Meter bis zum Ironman-Dom wackeln um sich die Pastaparty reinzuziehen (Beginn 18.00Uhr)

Impressionen aus 2007:

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Sprinttriahlon Attersee

Der Hauptgrund der heutigen Teilnahme war, dass meine Kohlehydratspeicher ordentlich entleert werden sollen, da ja mit dem heutigen Tage meine Saltin Diät beginnt (eh schon wissen: keine Carbos, nur Fett und Eiweiss).

750m schwimmen im Attersse waren nicht nur auf Grund des kristallklaren Wassers ein Genuss, auch die Leistung war ganz in Ordnung. Die ersten 600m schwimme ich mit der Olymiastarterin Tanja Haiböck, die mir dann auf den letzten Metern jedoch ein wenig die Gurke gibt. Als Gesamt Achter steige ich aus dem Wasser und habe auf der anschließenden Radstrecke sofort die Zügel in der Hand. Bereits nach 8km bin ich an die zweite Stelle vorgefahren, in Führung liegend zu diesem Zeitpunkt Daniel Niederreiter, der jedoch nach einem “Orientierungsfehler” (hey, er ist seit 10 Jahren Profi!) aus dem Rennen scheidet. Kurz nach dem Wendepunkt sehe ich jedoch eine wilde Meute mit 15 Athleten, angeführt von Karl Prungraber, auf mich zuhetzen. Da wußte ich bereits: alleine habe ich bei diesem Tempo (Schnitt 43km/h) keine Chance. Und so war es dann schlußendlich auch. Karli und ich haben das Feld in die 2.Wechselzone gebracht wo wir beide gleich einmal auf die 3.Disziplin geschossen sind. Hinter uns Tanja Haiböck (45kg habe es auch im Paket geschafft) und einige junge Athleten. Bereits beim ersten Berg konnten wir alle abschütteln - eigentlich verwunderlich, denn diesen Speed hätte ich gerade bei den Jungen und bei Tanja vermutet. Sei’s wie’s sei - der Karli hat mir irgendwo 10sec aufgebrennt und die sind wir auch dann (mit 90%) nach Hause gelaufen. Gesamtergebnis

Alles in allem bin ich mit meiner Form (und mit der vom Karl) mehr als zufrieden, ich wurde aus der Lethargie der 2 Wochen Tapering gerissen und bin wieder voll motiviert.

05-07-2008 16-04-55_0008.JPG Karli unser Held Saltin_ohne Worte

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Eine Woche im Salzburger Land

Es gibt soooo viele Kurse die ich gerne machen möchte, jedoch hat mich immer die Tatsache, dass man tagelang nicht sinnvoll trainieren kann daran gehindert. Nun aber ist mir der Lehrwartekurs Schwimmen hereingepurzelt und da ich schon einen ähnlichen Kurs habe (Trainer AK) bleiben mir einige Vorträge erspart (nicht jedoch die Prüfung). Außerdem befinde ich mich in einer Trainingswoche in der ich nicht so hohe Umfänge habe und ich mein Training eher flexibel gestalten kann.

Schwimmen kann ich problemlos ab 07.00Uhr morgens im Landessportzentrum Salzburg RIF, radfahren in den wunderschönen Bergen südlich von Hallein und laufen geht ja eh immer und überall. Eine nette Abwechslung die aber auch ein wenig Stress bedeutet.

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