Archive for August, 2008
Noch 8 Tage…
….dann sind 12 Monate Dauertraining vorüber. Begonnen hat alles mit dem Abheilen meines Schlüsselbeinbruches im August 2007 und der Vorbereitung auf den Ironman Western Australia im Dezember. 8std41min und ein Marathon in 2std48min waren das Ergebnis. Nach 2 wöchiger Pause ging bereits der Aufbau für den Ironman Arizona los bei dem ich im April mit dem 10.Platz in der Profiwertung meinen ersten Top Ten Platz realisierte. 12 Wochen später trotz Infektion eine 8std57min beim Ironman Austria in Klagenfurt und in 8 Tagen bestreite ich meinen vierten Ironman innerhalb von 9 Monaten: Ironman Wisconsin/ USA. Auch dort werde ich versuchen das Ziel zu erreichen, das mir bis dato trotz guter Ergebnisse verwehrt geblieben ist: Hawaii Qualifikation (2009) bei den Profis.
Auch wenn (bis dato) keine richtig großen Athleten am Start sind (die bereiten sich bereits alle auf Hawaii 2008 vor) sind mit Markus Fachbach, Chris McDonald, Justin Granger, Jason Shortis und Norbert Langbrandner doch einige Sieganwärter neben mir an der Startlinie. Am 07.Sept um 06.50Uhr (= 12.50Uhr MESZ) ertönt der Startschuss zu meinen letzten 3,8km Swim, 180km Bike und 42,2km Run. Die Finisherzeit wird nebensächlich sein, da es sich um eine sehr anspruchsvolle Radstrecke und eine hügelige Laufstrecke handelt. in den letzten 4 Jahren gab es (von knapp 8000 gestarteten Athleten) nur 4 Teilnehmer die unter 9 Stunden geblieben sind. Ein Platz um die Top 6 wird wohl notwendig sein um einen der 4-5 begehrten Hawaiislots zu erlangen. Aber wenn ich mir dieses Ergebnis nicht zutrauen würde dann täte ich auch nicht hinfliegen.
Nur noch 8 Tage dann geht mein zweites Profijahr zu Ende. Unabhängig vom Ergebnis in Wisconsin bin ich mit der heurigen Sasion sehr zufrieden. Ich hatte tolle Ergebnisse auf der Kurz- und der Langdistanz und bin 12 Monate verletzungsfrei geblieben. Auf diesem Wege muß ich auch meinen Unterstützern, Partnern und Sponsoren danken, die mir einen reibungslosen Ablauf gesichert haben.
- Tansch
- vital-line.com - Power for all People
- Sparkasse Amstetten
- Ertl Glas
- Radsport Ginner
- Skinfit
- Polar
- Autohaus Laumer
- Sailfish
Verdammt lange Saison……
Comments are off for this postGastgeschenke
Ich will jetzt gar nicht nachschauen wie viel Geld wir bereit sind für einen Ironmanstart in Klagenfurt hinzublättern. Aber ich weiß, dass es Berufe gibt wo man dafür 2-3 Wochen arbeiten muß. Alles wird teurer, dürfte an der Inflation, den hohen Sprit- und Milchpreisen liegen, an der Unzufriedenheit der Bevölkerung am Abschneiden bei der Fußball EM oder vielleicht auch am Euro.
Als ich vor beinahe 10 Jahren meinen ersten Ironmanstart in Klagenfurt absolvierte bekam jeder Starter einen Rucksack, der bis heute noch angenehm zu tragen ist. Danach gab es neben Caps und Shirts allerlei nützliche Goodies im Startersackerl. Damals dachte ich mir: “Na klar, wenn man 4000.-Schilling in echter Währung zahlt, kann man sich schon einiges erwarten”. Mittlerwiele zahlt man um 50% mehr oder so und bekommt seit einigen Jahren nur mehr dieses AUSGE-BROCHEN KOTZHÄSSLICHE VON EINER BANK ZUR VERFÜGUNG GESTELLTE RADSHIRT! Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man sich noch der Peinlichkeit hingibt und dieses Shirt trägt. Daher habe ich sicherheitshalber heuer ein SMALL genommen.
Einer ist stolz, dass er es tragen darf und damit habe ich einen Radfahrzwerg glücklich gemacht und eine nützliche Verwendung für dieses tolle Shirt gefunden….wann gibt es eigentlich die passenden Hosen dazu?
Comments are off for this postDie TV Triathlonshow TOTAL
Wenn dann g’scheit. So das Motto der Triathleten aber auch von C.Ryan. Da hat er wieder ein Marathonprogramm aus dem Hut gezaubert: Donnerstag 22.August 20.15-00.10 Uhr - TW1: ” Kärnten Ironman Austria 2008″
Comments are off for this postFlohmarkt: Look496tri - SRM Powermeter - Zipp 808
Hiermit gebe ich meine Lieblingssammlung zum Verkauf frei:
Look 496tri 2007 - 3200._EUR (NP:4600.-EUR)
- RH:Medium
- 5000km
- neue Gabel
- Rahmen neu lakiert
- Dura Ace 10fach
- Ergostem Vorbau
- neuer Lenker: Profile Design T2+Cobra
- LR: Fulcrum Racing
- Sattel: Selle Italia
SRM Powermeter Profiversion - 1400.-EUR (NP: 2500.-EUR)
- ca. 3 Jahre alt
- komplett inkl. Beschreibung
- Kurbellänge 175mm
- Kettenblätter 53/39
- intern. Adapter
- Radhalterung für Powercontrol V
ZIPP 808 Schlauchreifen 1330.-EUR (NP: 2000.-EUR)
- 800km gefahren (nur bei Schönwetter)
- Shimano Freilauf
- kein Höhen-/Seitenschlag
- Reifen: Conti Competition Tubular
Außerdem habe ich noch ein Moutainbike zum Verkauf anzubieten - also wenn Ihr Interesse habt ein kurzes eMail an tria1@aon.at denn in wenigen Tagen sind sie weg!
………………….keine Angst, ich ziehe mich nicht vom Sport zurück, ich habe noch große Ziele aber einige Teile doppelt und am ende des Geldes ist immer noch so viel Jahr übrig…………………………..
Comments are off for this postAusee Triathlon Rang 3
Drei 69er Jahrgänge haben den Jungen beim Sprinttira am Ausee wieder einmal die Show gestohlen. Alex Frühwirth vor Albuin Schwarz und meinereiner belegten die ersten drei Plätze.
Beim Schwimmen doch noch deutlich hinter der Jungschar (Rang 20) konnte ich mit einer neuen persBest am Rad (minus 2min30sec) bis auf Rang 4 vorfahren und noch kurz vor dem Ziel den dritten Platz erlaufen. Mein Ziel war die 60min Marke zu knacken, 9sec fehlten mir dann aber auf diese Grenze.
Aller Unkenrufe zum Trotz habe ich meine Form bewiesen! Ich stehe voll im Saft und das schon sehr lange (vielleicht schon etwas zu lange?). Die guten Platzierungen in den ersten Monaten des Jahres haben dies bestätigt, dass ich in Klagenfurt wieder einmal krank wurde und zuletzt einen Platten hatte ist Schicksal. “Sei’s wie’s sei - stirbt Kuah bleibt’s Hei!” Nur noch eine Woche hartes Training im Jahr 2008!
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Aus GA1 mach GA2!
Man nimmt sich eine laaange GA1 Einheit vor weil die letzten Tage eh ganz schön flott waren. Also sagt man sich: bald wegfahren, lockeres Tempo und nur nicht zu viel am Lenker liegen. Dann wird es schon schön gemütlich werden und die 200er Runde geht sich in 6,5 Stunden aus. Dann der gefürchtete Anruf: “Servas, do is da Karli! Wos is, foa’ ma die longe Einheit miteinanda? Eh locker!” Nein bitte nicht denke ich und sage, weil ich weiß dass er kein Morgenmensch ist: “Du, kein Problem, ich fahre aber um 07.00Uhr weg!” Antwort: “Ah des is suppa, I bin um 08.00Uhr in Woadhofen und daun treff’ ma uns und foan gaunz locka! Bin eh nu peckt vum Sonntag!”
Also dann, fahre bereits eine 45er Schleife bevor ich den österr. Duathlonstaatsmeister und Neunten beim Ironman Austria 2008 treffe. Mitten auf der Bundesstr. Richtung Weyer. Das Wattgerät zeigt nach 5 Minuten bereits 260 an und die Herzfrequenz ab diesem Zeitpunkt nie unter 135. In Gaflenz verstellt uns ein Sattelschlepper die Durchfahrt, erstmals Erholung. Danach über Weyer und den Saurüssel nach Göstling. Immer ein Lächeln auf den Lippen und stets 40km/h. GA1?? In Lunz sagt der Karli: “Na GA1 is des oba net!?” Na wenigstens spürt er es auch… Also dann aber jetzt langsamer! Als uns bergauf nach Pfaffenschlag ein Traktor überholt kann man diesen auch nicht ziehen lassen - HF max! 1 Dose Cola in Randegg und dann ab nach Hause…34,5km/h mit 1800HM - das nenne ich locker!
Comments are off for this postTolle Form - schlechtes Material
An meinen Leitspruch “Am Material darf es nicht scheitern” konnte ich mich heute nicht halten. Beim ausgesprochen stark besetzten Triathlon über die olympische Distanz hatte ich einen Platten, wie es sich aber gehört habe ich gefinisht.
Im wunderschönen Schwimmbad von Fürstenfeld gingen im Teich 4 Runden à 380m als Auftakt über die Bühne wo ich eine sehr starke Leistung bieten konnte. Während sich 8 Athleten abgesetzt haben konnte ich lange Zeit 10 Meter hinter diesem Paket schwimmen mußte dann aber auf der letzten Runde ein wenig nachgeben und stieg mit einer Minute Rückstand als 9. aus dem Wasser. Auf der Radstrecek ging es gleich ordentlich zur Sache: 3 sehr schwierige Hügel, davon einer mit 18% Steigung machten uns das Leben schwer. Einer jedoch schien es zu genießen: der MTB Europameister Michi Weis furh ein Programm am Rad, dass uns allen die Ohren wackelten. 55min waren für den späteren Sieger 6(!!!) Minuten schneller als für Profi Frederic Kohl, der am Ende Zweiter wurde. Ich kämpfte mich bis 5km vor dem Ziel auf Rang sieben vor, hatte sehr gute Beine und war voll motiviert, als ich einen Platten bekam. Nur um zu wissen, wie lange ich für den Wechsel brauchte stoppte ich mit: 26min55sec dauerte es insgesamt, da ich keine Patrone dabei hatte und warten mußte, bis ein fremder Radfahrer mir die Seinige überließ. Doch da ich nicht 600km im Auto fahre um nach 30km am Rad aufzugeben mußte ich auch finishen, außerdem wollte ich wissen wie es um meine Kondition steht!
In der Ergebnisliste stehen 1std28min13sec zu Buche - zieht man 26min ab so hatte ich die 5.schnellste Radzeit - und so fühlte ich mich auch! Am abschleißenden 10er ist es dann natürlich schwierig das letzte aus sich heraus zu holen, wenn man keine unmittelbaren Gegner hat. Ich lief mit 37min die siebente Laufzeit und finishte in 2std28min36. Der 6.Platz hatte 2std03min38sec - und so habe ich mich auch gefühlt!! Gesamtergebnis (ganz nach unten scrollen!)
Shit happens, aber besser heute als beim Ironman am 07.September. Oder viel schlimmer: am Freitag beim Ausee Triathlon!!!
Comments are off for this postDas Blut sagt mehr als tausend Worte
Leider Gottes konnte ich auch heuer wieder nicht 100% meiner Leistung am Big Day abrufen. Nachdem ich letztes Jahr 10 Tage davor eine Seitenstrangangina aufgerissen habe, konnte ich mir den heurigen Leistungseinbruch nicht erklären. Lange Zeit noch habe ich gegrübelt und nachgedacht was denn los war mit mir und meinen “Hitzewallungen” im Neopren und den anschließenden leeren Beinen und Krämpfen. Die ersten Tage in der Toscana waren nicht wirklich erholsam, da ich leicht depressiv war und den ganzen Tag verschlafen habe. Nach etwas 10 Tagen bekam ich starke Ausschläge, die wir uns nicht erklären konnten. Als ich Montag vor einer Woche zum Hautarzt ging sagte er, dass dies eine klassische Infektion sei, die ich mir vor 2-6 Wochen (=Inkubationszeit) irgendwo eingefangen habe. Außerdem haben wir Blut abgenommen wobei die Analyse diese Diagnose untermauerte.
Oh, jetzt wurde mir einiges klar! Während meines Schwimmlehrwartekurses in Salzburg habe ich in einer billigen und nicht sehr ordentlichen Absteige geschlafen, wo es passiert sein dürfte. Der Körper hat auf die beginnende Infektion mit einer Immunantwort reagiert das natürlich den Körper stark schwächte. Sodann habe ich mir nun meine Tagesaufzeichnungen der letzten Wochen durchgelesen und nun konnte ich endlich das Puzzle zusammen setzen, bei dem mir einige Steine fehlten. Es war mir unerklärlich, warum
- ich während der Taperingphase solche Muskelschmerzen hatte
- ich so einen hohen Ruhepuls hatte
- ich keinen Appetit hatte und die Saltindiät mich diesmal in keiner Weise störte
- ich in der Nacht vor dem Wettkampf die herrlichen Penne Rabiata herausgekotzt habe
- ich ein Gefühl im Neopren hatt, als wenn ich Fieber hätte
- ich soooo starke Muskelkrämpfe hatt
- ich mich 2 Wochen von den Strapazen nicht erholt habe, wo ich doch sonst spätestens am Mittwoch wieder Laufen gehe
- ich nach dem Race täglich 10-12 Stunden geschlafen habe
Es ist halt schon ärgerlich! 7 Monate Training, eine Topform die ich einige Male unter Beweis gestellt habe und dann kommt wieder so ein Sch…. daher. Aber jetzt weiß ich wenigstens was war, versuche das alles abzuhaken und konzentriere mich auf meine nächsten Ziele:
- 10.August: Thermentriathlon Fürstenfeld (1,5/40/10)
- 15.August: Ausee Triathlon (0,75/20/5)
- 30.August: ZF Urltal (12km)
- 07.Sept: Ironman Wisconsin (Hawaii Quali 2009??)
Aber eines möchte ich schon noch bemerken: Ich hatte nach 2000m einen Stillstand beim Schwimmen, mußte am Rad sogar absteigen um meine Krämpfe zu dehnen und war beim Lauf alles andere als flott. Und trotzdem war meine Endzeit 8std 57min - stellt euch einmal vor ich wäre fit gewesen!!!
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Man gönnt sich ja sonst nix!
Nachdem das Leben eines Triathlonprofis eh so hart und entbehrungsreich ist, muß ich zumindest darauf schauen dass das Umfeld halbwegs passt. Und so versuche ich bei den regelmäßigen Massagen durch die Hände des guten Geistes Sabine mir die schönsten Plätze auszusuchen. Auch wenn der Kopf noch nicht ganz fit ist, der Körper kommt schon wieder auf Touren.
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