Keller Bernhard

Archive for September, 2008

10km Amstetten

Dass man in meinem Alter noch schneller wird…..3 Wochen nach dem Ironman Wisconsin habe ich noch so viel Form konserviert, dass ich noch einmal richtig anreißen kann und den 10er in neuer PersBest laufe. 33min53sec (etwas zu früh abgestoppt, sonst wären noch 3 Sekunden drinnen gewesen!) bedeuten Rang 4 beim 25jährigen Jubiläumslauf. Ich bin mehr als zufrieden-richtig “satisfied” sozusagen.

Aufgewärmt habe ich, weil ich ja jetzt ein neues, 25km/h schnelles Laufband habe, in meiner Ordination. 10×300m maximale Bewegungsfrequenz (=sauschnell) mit 60sec Pause, anschließend noch 20min Dauerlauf auf der Straße. Klingt komisch, war aber so und ich brauche für einen guten Lauf ja immer ein wenig Vorbelastung wie man in Wisconsin gesehen hat. Am Start kurze Absprache mit Gastecker Thomas: “…wir wecheln uns beim Tempo machen ab bis km 9, danach Vollgas!” Hat toll funktioniert, danke Thomas! Und so waren wir eigentlich von Beginn an 4.+5.Position, die beiden Jungs hinter uns waren schnell abgeschüttelt und wir liefen nach dem ersten flotten km (3min09sec) alle anderen immer zwischen 3min20 und 3min25sec. Ab km 9,5 wurde mir dann etwas Bange um meine sub34er Zeit und so bin ich noch einmal angetreten. 3min16 für den letzten km, Thomas konnte seine Drohung nicht wahr machen und sich für “Euratsfeld” letzte Woche revanchieren, wo ich ihn ebenfalls um wenige Sekunden distanzieren konnte.

Mich hat sehr gefreut, dass Norbert König als MEIN Fan am Straßenrand gestanden ist und mich angefeuert hat: “….Guat schaust aus, den vor dir holst da noch…” Ein Zuschauer halt ;-)

Das Ergebnis gibt es hier

Sonst bin ich eigentlich extrem faul! Seit Ironman Wisconsin bin ich keine Sekunde am Rad gesessen, habe mein Cervelo erst gestern zusammen gebaut und das auch nur weil heute einen ganz wichtigen Termin in der Steiermark habe. Schwimmen war ich auch nicht…es fehlt mir schon ein bisserl was!

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Hart aber herzlich….

…so war der 19.Eurtasfelder Marktlauf vergangenen Sonntag. Sehr tiefe Temperaturen (für mein Empfinden viel zu kalt!!) und strömender Regen machten die 7,4km besonders für mein Atemsystem und meine Muskulatur zu einem Härtetest. Das Rennen war aber ausgesprochen gut organisiert und sehr herzlich. Am Start waren die regionalen Zampanos wie Steinhammer, Pechhacker, Teufl und Stoll. So war dann auch der Zieleinlauf und ich an fünfter Stelle. Ergebnis

Ich war jedoch mehr als zufrieden mit der Laufzeit (24min57sec). Erstens konnte ich die ersten beiden Runden gut mit Robert Stoll mitgehen außerdem war ich um 80sec schneller als im Vorjahr (und fast eine Minute schneller als der Vorjahressieger!) Naja und da war noch eine Rechnung die ich offen hatte: nachdem ich Mitglied beim LCU Euratsfeld bin wollte ich natürlich auch diesen Vereinsrekord dem Freinberger Franz abknöpfen…

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Schwimmlehrwartekurs Teil 2 im USLZ Salzburg

Einer der Gründe warum ich soooo gerne Sport studiert hätte: hier im Unionsportlandeszentrum Salzburg RIF gibt es auf einer großzügigen Anlage alle Gegebenheiten die das Sportlerherz so braucht:

  • Schwimmhalle mit sechs 25er und zwei 50er Bahnen
  • Leichtathletik-Indoor Anlage mit Laufbahn, Sandkasten, Stabhochsprunganlage,….
  • Outdoor Stadion mit 400m Bahn, Fußballplatz,..
  • zahlreiche Ballspielplätze
  • unzählige Kraftkammern
  • unzählige Turnhallen in allen Größen
  • Laufparcours
  • Kletterturm
  • Institute für Leistungdiagnostik mit 2m breiten und 3m langen Laufbändern und Kraftgeräten
  • Regenerationseinrichtungen (tolle, günstige Mensa, Sauna, Solarium, Massage,…)
  • …und unzählige Athleten die alle die gleichen Gedankengänge wie ich habe: “Was, wie und wo ist meine nächste Trainingseinheit, wann gibt es was zu essen und wann kann ich wieder schlafen”

Aber auch der Kurs ist wieder sehr interessant! Besonders die Schwimmbewegungslehre und praktische Durchführung. Der Vortragende wollte mir erklären, dass ich EINEN gravierenden Fehler beim Delphinschwimmen hätte. Ich mußte ihn korrigieren, denn ich habe höchstens EIN richtiges Element und sonst NUR Fehler in dieser Schwimmtechnik. Aber auch jede Menge Graußlichkeiten gibt es in der Biologie zu sehen. Einer der Gründe warum ich nie Medizin studieren wollte wobei wir wieder am Anfang wären.

Warum darf ich nicht mit Ring am Finger turnen?

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GOLD!

Es ist zwar schon einige Zeit aus aber ich bin nicht minder Stolz darauf! Für meinen Erfolg 2006 in Hawaii und den damit verbundenen Titel zum Vizeweltmeister der AK 35 wurde ich vom österr. Bundesheer mit dem “Goldenen Sportabzeichen” ausgezeichnet. Wenn man weiß welchen Stellenwert das Bundesheer in meiner sportlichen Entwicklung einnimmt dann versteht man auch die Bedeutung, die dieses Abzeichen für mich hat. Meine Zeit der Orden und Abzeichen ist militärisch gesehen zwar zu Ende trotzdem werde ich wohl das eine oder andere Mal noch diese goldenen Nadel auf meiner Stolz geschwellten Brust tragen.

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Results

…and some more pix.

Ergebnisse

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First Pix

Danke dafür an das Hannes Hawaii Team!

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Story auf Ironmanlive.com

Hier gibt es die die ganze Renngeschichte mit allen Siegern

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Wau!

Was für ein Rennen!
Nun habe ich also doch gezeigt was ich drauf habe, wer hätte das noch erwartet? 55:21min schwimmen, 5std04min am Rad (4min Penalty!) und 2std53min (der schnellste, eh klar!) für den Marathon bedeuten den 4.Gesamtrang nur 25sec hinter Jason Shortis der Dritter wurde.
Wie alles begann?
Also ohne zu übertreiben: ich bin es eher vorsichtg angegangen, da ich Angst hatte so wie in Klagenfurt wieder einen Einbruch zu bekommen. Und obwohl ich nicht Vollgas gegeben habe, fand ich mich nach 1500m im ersten Verfogerpaket wieder. Na das fängt ja gut an! Als 11ter bin ich aus dem Wasser und habe den drittschnellsten Wechsel hingelegt, Geschenke werden nicht gemacht.
Drücken-Ziehen!
Und das volle Kanne. Norbert Langbrandner hat zu mir bei der Wettkampfbesprechung gesagt: “Finishen ist zu wenig, jetzt ist einmal Zeit dass du was zeigst!” Habe ich mir zu Herzen genommen und bin nach 70km bis auf den 5.Gesamtrang vorgefahren, als ich bei einem weiteren Überholmanöver zu knapp auf den Vordermann auffahre. Der Marshall neben mir statuiert ein Exempel und gibt mir 4 Minuten. In der Penaltybox, die gleich darauf war, sah ich mit blutendem Herzen ca. 8 Athleten bei mir vorbeifahren. Ich will jetzt nicht sagen dass es unfair war, aber hätte er einen Ami auch gestraft? However, den Rest habe ich alleine gedrückt (und gezogen) und das ziemlich frustriert. Jedoch wußte ich auch, dass ich immer noch gut unterwegs war und ich hatte nach 180km auch noch ganz gute Beine.
Da wird er immer schneller der Keller…
Rein in die neuen Laufschuhe und ab geht das Feuerwerk. Nach den ersten Bechern Cola habe ich gespürt es kann was Tolles werden. Immer die 2std48 Vorgabe von Norbert König im Hinterkopf bin ich gerannt als gebe es kein morgen. Beim Halbmarathon habe ich den Norbert Langbrandner überholt und bei km 30 war ich bereits Fünfter. Grundsätzlich hätte ich mich mit diesem Endergebnis schon angefreundet gehabt, als kurz vor dem Ziel die Zuschauer wie verrückt schrien:” You’ll get him!” Ich wußte nicht was die meinen, denn der Jason Shortis war meiner Meinung nach schon zu weit vorne, bis ich Markus Fachbach vor mir sah. Er drehte sich einmal um und da war es dann um ihn geschehen-mit einem halbweichen Sprint zieh ich an ihm vorbei und sehe auch noch Jason vor mir. Den habe ich dann nicht mehr gepackt, aber es ist schon gut so wie es ist! Wenn morgen nicht wieder den Herren ein Platz gestrichen wird, sollte ich einen Hawaiislot bekommen (und auch nehmen!) - MISSION FULLFILLED!!! Gehen wir in die Herbstdepression…
Danke!
Schwimmen: Danke Stefan Mihaly (mein Schwimmtrainer). Obwohl ich anfangs skeptisch war, haben wir durch wöchentlich neue Bestzeiten und dem heutigen Swimsplit bewiesen, dass wir am richtigen Weg sind (London 2012) Das war sicher der Grundstein zum Erfolg. Weiter so!
Rad: Danke Tansch, dass du die 17.000km in den letzten 11 Monaten so hingenommen hast.
Laufen: Danke Großhirn, dass du mir immer wieder so viel Härte gibst und mich zum richtigen Zeitpunkt darauf hinweist wann es Zeit ist neue Laufschuhe zu kaufen.
Fotos folgen!
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Ein letztes Aufbäumen

Zuerst die gute Nachricht: ich habe mir keine Rippe, kein Schlüßelbein oder ähnliches gebrochen. Ich habe keine Seitenstrangangina aufgerissen wie schon so oft vor einem wichtigen Rennen. Ich weiß nichts von einem Virus der in mir steckt und der strömende Regen der letzten Tage hat sich auch verzogen. Bis auf einige Gewitterstürme sollte der Ironman Wisconsin am Sonntag ein (wettertechnisch) ruhiges Rennen werden.

Und jetzt die schlechte Nachricht: nachdem in den letzten Jahren immer 5 WM Slots bei den Männern vergeben wurden, haben die Veranstalter heuer um einen Platz reduziert und es werden nur 4 Tickets  zu den Hula-Hula Girls in die gierige Meute geworfen. Naja, es gibt auch nur knapp 22 Profis am Start jedoch wollen die vermutlich alle nächstes Jahr nach Hawaii. Um es kurz zu machen: mit etwas Glück erhascht der Gesamtfünfte noch eine Quali, recht viel weiter hinten darf man da nicht mehr sein. Ich rechne mit einem schnellen Rennen, wobei der Fünfte vermutlich um die 9 Stunden brauchen wird. Ich trete gegen Eisenmänner wie Jason Shortis an, wenn man sich sein Bild unten anschaut bekommt man schon 24 Stunden vor dem Start feuchte Füße! Markus Fachbach und Norbert Langbrandner sind auch keine Nasenbohrer und Justin Granger und Luke Dragstra machten beim heutigen Race Briefing auch nicht den Eindruck als kämen sie gerade von der Alm.
Was bleibt mir anderes über als folgende Geheimtaktik zu wählen: Schwimmen was geht, beim Radfahren das aufholen was beim Schwimmen nicht gegangen ist und dann so weit wie möglich nach vorne laufen (habe wieder einmal neue Laufschuhe bekommen!). Norbert “ich bin immer noch im Krankenstand” König, der hier letztes Jahr mit der schnellsten Laufzeit des Feldes (2std 57min) als Achter um 35sec den Hawaiislot verpasst hatte meint: “Daun rennst hoit zwa ochtavirzg, des schofft kana”. Naja, wenn er es sagt…

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Entgegen aller anderen Meldungen habe ich im Staate Wisconsin -7(!) Stunden Zeitverschiebung. D.h. ich starte um 13.50Uhr MESZ und werde nach ca 55min ans Land gespült werden. Wer es unter www.ironmanlive.com live mitverfolgt: ich werde derjenige mit gelber Badekappe und StartNr 15 sein, der beim Ausstieg am meisten wackelt weil er alles gegeben hat! Die Radausfahrt sollte nicht viel länger als 5 Stunden dauern, sehr anspruchsvoll mit knapp 2000HM. Kein einziger Berg aber lauter Hügel die bergab kein “Beine hängen lassen” akzeptieren; 180km drücken/ziehen/drücken/ziehen/drücken….Und wenn alles passt dann werde ich bei den abschließenden 42,2km den Rat meines Freundes befolgen - aber wehe wenn mir das Tempo zu hoch ist! Meine neuen Laufschuhe sind übrigens gelb wenn mich jemand im TV sucht.

Ein Raceupdate schreibe ich dann unmittelbar nach dem Zieleinlauf, da weiß ich eh nie was ich tun soll. Zum schlafen bin ich zu aufgekratzt, essen kann ich nix weil mir von Gel und Cola ganz schlecht ist und zur Finishlineparty habe ich es noch nie geschafft weil mir die Haxen immer so weh tun. Aber ich habe ja gehört, dass die ersten Drei immer dort sein müßen……..

Da soll man keine Angst kriegen? Jason Shortis, ein sehr netter Kerl aus Australien!

So ein böser Knecht - Jason Shortis

Schlaf gut, Berndi!

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Haxelbeisser unter sich

Dass die USA dabei ist einen neuen Präsidenten zu wählen hat wohl die ganze Welt schon mitbekommen und auch die Medien hier in Amerika sind voll von den verbalen Duellen der beiden Präsidentschaftskanditaten John MacCain und Barrack Obama. Wer dann die Truppen im Irak aufstocken oder abziehen darf werden wir im Jänner wissen aber eines steht fest: noch nie wurde so viel Geld in Kampagnen gebuttert wie diesmal. Ich halte dies angesichts der sozialen Mißstände in Amerika für eine Verhöhnung der Unter- und Mittelschicht. Man kann nur hoffen, dass das Geld gut angelegt ist und die “Wir werden die Welt retten oder hinrichten!”-Politik eines einsamen Cowboys bald ein Ende hat.

Da nehmen sich unsere vorgezogenen Nationalratswahlen (die ja auch nicht gerade billig sind) als Kinderkram aus! Ich stelle mir eine kürzlich hier in Wisconsin gemachte Beobachtung in in Österreich vor: Fritz, Alexander, Karl-Heinz oder Jörgi (völlig wertfrei, ehrlich!) sprayen einen alten VW Bus in deren Lieblingsfarben und deren Konterfeis. Sie packen alle Kids und Studenten die sie greifen können (da wird wohl ein VW Bus reichen) und shippern sie in eine Kleinstadt wie Amstetten um eine “Aus dem Stand Wahlwerbungsansprache” zu halten. Die Mitgebrachten gröhlen und jubeln bei jedem zweiten Satz der Referenten und so schnell wie sie da waren sind sie auch wieder weg. War eh nix, nur ein kleiner Aufmarsch. Zurück bleiben beindruckte (”What an awesome bus”) bzw. verstörte (”Who is it? John or Barrack?) Passanten und ein staunender Berndi, der mit offenem Munde das Spektakel vom Gastgarten des Starbucks aus verfolgen konnte.

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