Archive for April, 2009
I waß a net wos los is!?
Wenn sich die Herzfrequenzwerte und die Wattzahlen am SRM Computer immer näher kommen, wenn du scharf auf Training bist aber nach 200m im lockeren Trab die Oberschenkel brennen, wenn bergauf die HF nicht mehr als 140 anzeigt und bergab unter 50 fällt - dann stimmt was nicht!
Hatte ich 5 Tage nach dem Trainingslager noch einen tollen 5×2000m Block auf der Laufbahn so war tags darauf plötzlich der Saft weg. Voll motiviert wollte ich erstmals in diesem Jahr den Hochkogel und einige andere Schupfer im Wiegetritt niederreißen, als ich bereits nach wenigen Kilometern merkte dass nix geht. Seit einer Woche laboriere ich nun schon an diesen Symptomen. Wenn ich richtig krank wäre….aber so ist das weder Fisch noch Fleisch.
Also hat Tanja mein Blut (also nur einen Teil davon!) zur Kontrolle (nicht zur Zentrifuge!) eingeschickt und unser Verdacht hat sich bestätigt: CK und LZ Werte 4fach erhöht, HB und HK Werte tief wie bei einem Kindergartenkind - was immer das heißt (?), aber es macht keinen Spaß!
Dafür geht am Kleinkindersektor einges weiter: jeden Mittwoch trainere ich die Kids unseres Vereins um einiges im Nachwuchs weiter zu bekommen. Es ist toll wie sich bereits die Kleinsten (ab 6 Jahre) in der Gruppe motivieren können. Den ersten Wettkampf bestreiten die Kinder am 23.April beim Kids Tria in St.Pölten.
Comments are off for this postWillensspannkraft…
…ist eines der wesentlichsten Faehigkeiten, die ein (Langdistanz-)Triathlet mitzubringen hat. Was hilft dir ein 42er Schnitt auf 100km, wenn du ihn keine 180km fahren kannst, weil du irgendwann nicht mehr den Willen aufbringst die Kurbel weiter zu druecken? Du kannst noch so flink laufen, wenn du keine 42km laufen kannst weil dir die muskulaeren und psychischen Voraussetzungen fehlen wirst du nie einen Ironman (aufrecht) beenden. Willensspannkraft ist eine Faehigkeit die nicht angeboren ist und fuer die es kein Dopingmittel (ausser Cola und Sonnenschein) gibt. Das muss man beinhart trainieren und bildet die Grundlage fuer Profis und Amateure. 6 Stunden Radausfahrten und 150-180min Laufe sind weniger fuer den Koerper als fuer den Kopf gedacht.
Dieses Trainingslager war ein typisches “Willensspannkraft-Trainingslager”. 28km bergauf gegen den stuermenden Wind, alles am Aerolenker und nie schneller als 12km/h. “Hirnwixerei” ist ein Ausdruck den mein Bruder fuer sein Lernpensum im Zuge des Veterinaerstudiums kreiert hat, passt auch hier ganz gut.
2 Wochen Trainingslager…der Klassiker unter den Klassikern! Das macht das Leben erst lebenswert! Wenn man weiss, dass es wieder soweit ist und man seinen Radkoffer vom Dachboden raeumt um den kalten Wintertagen zu entfliehen, und wenn man zurueckkommt ist Sommer, hat knappe 1300 Rad- und 150 Laufkilometer mehr in den Beinen und 60 Schwimmkilometer mehr in den Armen. Dann fuehlt man sich unsterblich und freut sich schon auf die erste Ausfahrt mit Freunden oder die erste Schwimmeinheit mit Kuso - “denen werde ich es zeigen!”
Schoen war es! War der Wind anfangs eher erschreckend so gelangte ich schlussendlich zu der Erkenntnis, dass es mir sehr gute Kraftausdauer gebracht hat; fuer meine kuenftigen Vorhaben nicht zu vernachlaessigen! Und wenn ich nicht als Athlet hierher zurueckkomme dann sicher als Trainer: “Euch werde ich es zeigen”!
Comments are off for this postDarf die Bewegung unserer Kinder dem Zufall überlassen werden?
Haltungsfehler, Übergewicht, Konzentrationsschwächen haben in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen – der Sportwissenschafter Jürgen WEINECK spricht von 50-60% mehr Haltungsschwächen, 30-40% Koordinationsschwächen und 30% übergewichtigen Schülern.
Die Tatsachen sollten uns endlich wachrütteln und der Bewegungserziehung unserer Kinder mehr Bedeutung zuordnen. Doch wer ist dafür verantwortlich? Die Schule, die Sportvereine, die Politik oder gar die Eltern, die sich doch schon so um die intellektuelle Reifung des Kindes kümmern. Oder vielleicht doch alle gemeinsam?
Wann soll man beginnen?
Bereits im Mutterleib beginnt die Entwicklung der embryonalen Faserverbindungen in den Nervenzellen was bedeutet, dass es durchaus Sinn macht durch Aktivitäten wie Schwangerschaftsgymnastik, Schwimmen oder Wandern die Entwicklung positiv zu beeinflussen.
Wird im Kleinkindalter (0-3 Jahre) ein motorisch anregendes Umfeld geschaffen, so werden Vernetzungen innerhalb der Nervenzellen verdichtet. In den ersten drei Lebensjahren sind daher vielseitige Bewegungserfahrungen und motorische Übungen für die Ausgestaltung des Gehirns von großer Bedeutung. Eine spielerische und vielseitige Bewegungserziehung bereits im frühen Kindesalter fördert (lt Größing, 1993) ebenso die Ausprägung der intellektuellen Fähigkeiten. Die Eltern sind in dieser Periode sicherlich die entscheidenden Pädagogen. Ein gutes Beispiel hierfür wäre das Mutter/Vater-Kind Turnen oder das Babyschwimmen, welches im Naturbad Amstetten angeboten wird.
Im Vorschulalter (3-6/7 Jahre) oder auch „goldenes Alter der Kinder“ genannt kommt es zu einer verbesserten Informationsaufnahme und –verarbeitung. In diesem Alter können Kinder koordinativ schwierige Aufgaben mit Leichtigkeit meistern und lernen neue Bewegungsaufgaben sehr schnell. Leider Gottes vergessen sie auch wieder sehr schnell was bedeutet, dass die regelmäßige vielseitige Bewegung zur Selbstverständlichkeit werden muß. Motorische Fertigkeiten wie Schwimmen, Schifahren, Radfahren, die nicht in dieser Periode erlernt werden, müssen in der Pubertät oder im Erwachsenenalter mit ungleich viel Mehraufwand erarbeitet werden. Dies ist die Altersgruppe, welcher der Schwimm- und Triathlonverein RATS Amstetten die Schwimmkurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbietet!
Solange aber immer noch ein Großteil der Eltern (auch aus Bequemlichkeit) nicht davon zu überzeugen sind, dass die planvolle Bewegungserziehung mindestens genauso wichtig wie die geistige oder seelische Bildung ist, wird es auch keine politische Motivation geben einen sinnvoll gestalteten Turnunterricht bereits in der Volksschule verpflichtend durchzuführen. Verantwortungsbewusste Eltern sollten daher der bewegungsarmen Schule, welche die Wirklichkeit der Kinder darstellt und unzureichende Ausbildungsmöglichkeiten bietet, aktiv entgegenwirken.
Im frühen Schulkindalter (6/7-9/10jährige) sind die Kinder durch ausgeprägte Lebendigkeit und freudiger Bereitschaft zur Lösung sportlicher Bewegungsaufgaben gekennzeichnet. Sowohl Ausdauer als auch Kraft, Schnelligkeit und koordinative Fähigkeiten sind motorische Eigenschaften, die in dieser Altersstufe bereits gut entwickelt sein können/sollten und spielerisch verbessert werden können. Hier bietet der Schwimm- und Triathlonverein RATS Amstetten im Zuge der Turnstunden und Trainingseinheiten im Stadion bereits für diese Altersgruppe ein ansprechendes Training. Außerdem wird in Leistungsgruppen ein qualifiziertes Schwimmtraining angeboten.
Im späten Schulkindalter (10.Lebensjahr bis Pubertät) ist das motorische Verhalten durch den Lerneifer, die Einsatz- und Lernbereitschaft gekennzeichnet und erfordert ein mitreißendes Vorbild de Übungsleiter und Trainer. Im Schwimm- und Triathlonverein RATS Amstetten arbeiten ausschließlich staatlich geprüfte Trainer bzw. Lehrwarte die selbst viele Jahre im Spitzensport aktiv waren. Weil sich die Steuerungsfähigkeit noch einmal verbessert, muß der Technikarbeit in Verbindung mit einer Zweitsportart besondere Bedeutung beigemessen werden. („Ohne Vielseitigkeit keine Einseitigkeit“ – Arturo HOTZ) Hier bietet sich die Sportart Triathlon durch die vielseitige Belastung aller Körperstrukturen hervorragend an. Somit ist der frühen Spezialisierung von Kindern eine deutliche Absage zu erteilen!
(Auszüge aus „Jugend Fachbeilage – Darf die Bewegungserziehung unserer Kinder dem Zufall überlassen werden?“ von OStR Prof Mag. Heinz ECKERSTORFER, BafL LINZ)
Comments are off for this postHappy Birthday to me!
Junge, Junge wie die Zeit vergeht!
Eben noch war ich der kleine, dicke Berndi der bereits mit 10 Jahren seine ersten Erfolge auf Springreitturnieren gefeiert hat. Ich kann mich erinnern als wenn es gestern gewesen waere, wie mich Lehrer und Professoren meiner Faulheit wegen tracktiert, gequaelt und benachteiligt haben. Trotz zweimaligen Schulwechsels konnte ich der Schulzeit keine Minute Sinn abgewinnen! (Kann das der Sinn der Schule sein? Muessen junge Menschen mit 18 Jahren sagen, dass sie bis jetzt nur Sch…. erlebt haben? Kann man in der Schule nicht einmal “Lebenswertes” unterrichten?) Nach einem/mehreren abgebrochenen Studien und einem monatelangen Australienaufenthalt endlich die Erloesung: das Bundesheer (!) und meine Bestimmung: Alphatier zu sein und Sport zu betreiben!
14 Jahre ist es bereits her, dass ich meine grosse Liebe Tanja kennengelernt habe und Niklas ist auch schon 7! Vor 2,5 Jahren wurde ich Vize-Weltmeister und ebensolange bin ich Profi, meine beste berufliche Entscheidung “ever!”
Und am 04.04.2009 werde ich 40 (vierzig). Ich weiss, ich schaue 14 Tage juenger aus, aber ich fuehle mich definitiv besser als viele Gleichaltrige. Was ich mir wuensche? Tanja und Nik kommen genau am 04.April zu mir nach Fuerte, das ist schon einmal sehr super, aber da waeren noch ein paar klitzekleine Erwartungen (keine Prioritaeten!) fuer meine Geburtstagsparty:
- Zeitgutscheine, die ich einloesen kann, wenn es mich wieder ein wenig “her-stresselt”
- eine Immobilie in der suedlichen Hemisphere
- ein Hyprid-Bike mit eMotor, das Treten nervt schon und ist weit nicht soooo cool!
- eine Auszeichnung fuer all jene Lehrer, die sich nicht nur mit Schreiben und Lesen beschaeftigen
- eine Kopfnuss und Fortbildung fuer alle anderen Lehrer
- Freiheit fuer die Hoden in der Aero-Position
- dass mein zweites und drittes Lebens-Drittel nicht minder aufregend werden!!!
Comments are off for this post
“Ja, auch ich habe gedopt!”
Hey, ich meine was kommt da noch alles ans Tageslicht? Nach Lisa H. (die den schneidigen Vorstoss wagte - Chapeau!) nun auch Herr Kohl, der mit einem Rundumschlag versucht noch etwas Boden gut zu machen. Herr Matschiner bestreitet weiterhin (auch schneidig, der hat wenigstens Rueckgrat) und UNSER Hoffi ist ganz erstaunt dass seine Blutzentrifuge im Keller schlechtes Licht auf ihn wirft.
Ich bin schon neugierig, wann der erste Triathlet aufsteht und sagt: “Ach Jungs, das war doch alles nur Show, auch ich habe gedopt!” DAS WAERE SCHNEIDIG!! Denn was sich da (in der internationalen) Szene abspielt ist ja auch nicht von schlechten Eltern: dass Doping keine Krankheit des neuen Jahrtausends ist wissen wir, was die “alte Garde” gemacht hat ist auch jetzt nicht mehr nachvollziehbar- was vorbei ist, ist vorbei. Ich hatte noch nie viel fuer diese Goetzenverehrung uebrig.
Aber alle Tri-Stars die in der Jetzt-Zeit leben….Es ist einfach UNGLAUBLICH!!! wie die die Kurbel druecken koennen oder einen Halbmarathon in Singapur erneut deutlich unter 2std14 laufen. Und dann sollte man sich auch uebrlegen wo die Leben - war Oesterreich bis dato scheinbar DAS Schlaraffenland fuer Doper so bin ich mir sicher, dass in Australien und Amerika das ganze ueberhaupt kein Thema ist. Und mittlerweile ist es ja auch kein Geheimnis mehr, dass der Profi (und Amateur?) Radsport voellig verseucht ist. Also ist es nur gut und recht alle Quereinsteiger einmal misstrauisch zu betrachten! Wie doch Rudy Pevenage, langjaehriger Betreuer von Jahn Ullrich sich echouffierte:” Also was sich da in Oesterreich und Deutschland tut…schon arg! Die boesen Jungs in Italien und Frankreich bleiben gaz unbehelligt!” Na Hauptsache der redet auch noch mit.
….wie ich diesen Computer hasse….
Aber ich bleibe dran, und biege hier in Fuerte die Kurbel so gut es geht! Nach meinem gestrigen 3 Stunden Lauf und 4km Swim hatte ich heute 5km Schwimmen und dann 200km am Rad am Programm mit 3000HM. Ergibt gute 7 Stunden Bike (und bescheidene 210 Watt gesamt, das kommt wohl daher dass ich bergab nur an den Bremsen und am Lenker gezogen habe damit mich nicht der Teufel holt!) Nein, das ist kein guter Schnitt, aber ich brauchte auch nur 3 Riegel, 1,5 ltr Wasser und mein persoenliches Doping: Gegenwind, Sonnenschein und Cola!
Comments are off for this post
