Keller Bernhard

Archive for May, 2009

Der Schein trügt - Ironman 70.3

Sieht man die Ergebnisliste an, so könnte man glauben ich sitze zu Hause und bin schwer depressiv, trinke Alkohol und smoke einen schwarzen Afghanen. Viele (Profis!) würden sich ins Knie schießen wenn sie 60er bei einem Halfironman werden würden, um 30min distanziert vom Weltmeister Chris MacCormack. Ergebnis

Dem ist aber nicht so! Ich bin, außer mit meinem Wasserballett, sehr zufrieden und sitze bei einem Glas Wasser und einem Stück Brot. Naja, das Profileben ist kein einfaches Dasein, das habe ich mir heute oft gedacht. Eines vorweg, ich habe beim gesamten Wettkampf bis zur zweiten Laufrunde, wo ich die Agegrouper überrundet habe, keinen einzigen männlichen Starter überholt! Der Start der Profis erfolgte von einem Ponton, ich natürlich hinter MacCormack und dem späteren Zweiten Vanhoenacker. Beim Startsprung springe ich so weit, dass ich den beiden voll auf die Waden hupfe. Erstmals die Brille weg, 200 Puls und die panische Angst, dass die beiden nie wieder etwas mit mir reden werden. Bei der ersten Wende nach 300m bin ich irgendwo, nur nicht bei der Boje wo ich hinsollte. Und das war es dann auch schon: abbiegen und zurück auf die Strecke, da bin ich dann mit Hannes Hempel und ein wenig hinter Michi Weiss dahingepaddelt. Weit abgeschlagen vom Feld. Da die Amateure in zeitlichem Abstand hinter den Profis gestartet sind konnte ich mir diesmal nicht erwarten, dass mich eine Gruppe einholt, mit der ich durch die Wachau cruisen kann. Also fuhr ich die 90km mit 900HM alleine in 2,5 Stunden was mich schon einmal sehr glücklich macht. Denn ich weiß dass diese Zeit, die andere nicht in der Gruppe gefahren sind, für eine gute Ausgangsposition in Klagenfurt reichen wird.

Und dann kam der Lauf: vor 2 Wochen noch eine Katastrophe, wollte ich heute meine Marathonzeit für den IM Klagenfurt testen und lief sehr konstant 4min/km, was mich auch sehr glücklich machte. Ich kann wieder laufen und so wie es aussieht werde ich die nächsten Wochen doch noch etwas schneller werden. Habe ja gerade erst mit dem Training begonnen…Also: Einmal schlecht und 2mal glücklich ist eine saubere Ausbeute!

Und dann kam endlich die erste heiß ersehnte Dopingkontrolle! Gleich vom Ziel weg in die Räumlichkeiten für 100ml Harn, das war kein Problem. Schon eher ein Problem für mich war, dass ich gem Aussagen NADA der EINZIGE ÖSTERREICHER! (Profi?) war, der kontrolliert wurde - mit meiner Leistung??? Da ich unmittelbar von der Ziellinie zum Lulu gebeten wurde konnte ich den netten Damen und Herren der NADA auch nicht weiterhelfen als sie mich um einen AUSWEIS! fragten. “Naja” sagte ich “normalerweise habe ich beim Race ja meine Geburtsurkunde dabei weil man mir nie glaubt dass ich schon 40 bin, aber gerade heute…”

Wie auch immer, der Wettkampf war perfekt organisiert, ein tolles Event wo man als Athlet und Zuschauer sehr viel geboten bekommt! Bei mir geht es nach 12 Stunden Erholung weiter mit vollem Training und viel Spaß an der Freude!

(Aber viel mehr als das alles freut mich das erfolgreiche Abschneiden von Niklas und den anderen Kids unseres Vereines beim Kids Triathlon am Samstag)

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Weltklasse

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Unglaublich wie es die Veranstalter des Ironman 70.3 geschafft haben, die Creme de la Creme des Triathlonsportes nach NÖ zu holen. Nicht weniger als 80 Profis starten am Sonntag um 07.00Uhr von einem engen Steg aus auf 2km Schwimmen, danach geht es über 90km auf der gesperrten S33 (!) durch die Wachau und den Dunkeslteiner Wald zurück auf die anschließenden 21,1km um im Tennisstadion einen unvergleichbaren empfang zu genießen. Unmittelbar nach uns starten 2500 Amateure, davon natürlich wieder einige RATS Athleten!

Nachdem ich letztes Jahr den Sprinttria in St.Pölten gewonnen habe sind meine Ziele nach dem mäßigen Abschneiden in Graz vor 2 Wochen eher bescheiden gesetzt. Ich habe bis heute noch sauhart trainiert um meine (Lauf)Form der letzten Jahre wieder zu bekommen. Ich fühle mich gut aber ein Platz unter den ersten 30 wäre schon mehr als eine Überraschung. Den Sieg werden sich Kapazunder wie Weltmeister Chris MacCormack, 3fach Ironman Austria Sieger Vanhoenacker oder der Vorjahressieger Cigana ausmachen.

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Autogrammstunde

Irgendwann mußte es ja kommen und morgen ist es endlich soweit: meine erste Autogrammstunde steht an! Wenn Du Zeit hast komme zwischen 15.00 und 16.00Uhr zum Skinfit Stand bei der Ironman Expo in St.Pölten. Meine langjährigen Partner von SKINFIT haben sogar Autogrammkarten angefertigt.

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Ich bin schon voll aufgeregt!!!

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Lässiger Haufen!

Das waren echt lauter Individualisten, einer witziger als der andere! Der Lehrwartekurs Triathlon war mit dem LW Kurs Schwimmen kaum zu vergleichen. Das war schon eher meine Wellenlänge! Freue mich schon im Herbst auf ein Treffen in Thomas’ Weinkeller.

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Jetzt ist aber Schluss…

….mit allen Baustellen, die ich mir aufgerissen habe. Und die größte habe ich am Freitag neuerlich mit Auszeichnung abgeschlossen. Jetzt bin ich also auch staatlich geprüfter Lehrwart für Triathlon. Obwohl ich mir fest vorgenommen habe das Training in den Vordergund zu stellen hatte ich dann doch nicht den Mumm in den Knochen mir einen Trottel zu geben und bei der Prüfung nichts zu können. Also wurde die letzten Tage noch einmal am Ergometer gepaukt.

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Zu meinem Statement im letzten Blog, in dem ich NADA angeprangert habe keine Dopingkontrolle bei den Staatsmeisterschaften durchgeführt zu haben: dies dürfte in die eine oder andere falsche Kehle gelangt sein! Ich unterstelle absolut keinem der (sehr würdigen) neuen Staatsmeister unerlaubte Mittel angewendet zu haben. Schon gar nicht dem Frederic Kohl oder dem Markus Ressler, die ich beide sehr schätze und ihnen diese Leistung absolut vergönne!

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Steirischer Paketdienst - Bronze bei ÖM

Österreichische Meisterschaften “Double Olympic” (2,1/80/20) in Graz mit einer Organisation wie aus dem letzten Jahrtausend! Dass die Streckenführung horrend war sei dahingestellt, das hatten alle gleich! Aber Becher(!) und geschlossene Wasserflaschen auf der Radstrecke, Absperrposten die auf der Radstrecke entweder nicht vorhanden oder völlig überfordert sind, falsche Streckenpläne im Internet und ein Finisherbuffet bestehend aus einem Hofer-Kuchen und einigen Flaschen Wasser….TRAURIG! Hier steht ganz deutlich der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Das Tüpfelchen aufs “I” setzte dann erneut die NADA (österr. Doping Agentur) die es nicht schaffte bei diesen Staatsmeisterschaften Dopingkontrollen durchzuführen. Und das in der heutigen Zeit in unserer Sportart. Den ÖTRV darauf angesprochen erhielt ich die Antwort:”Heuer waren eh schon drei!”

Zum Sportlichen: Wie erwartet hatte ich eine ganz ausgezeichnete Schwimmleistung! Mit 28min50sec habe ich das erste Verfolgerfeld von ca 5 Athleten angeführt ohne mich wirklich zu verausgaben. Als 19. aus dem Wasser konnte ich in der ersten der beiden Runden noch gut drücken und absolvierte diese mit knapp 37km/h. Aber jetzt kommt’s: Preisfrage: Wenn ich die erste Runde (38,8km) mit 245 Watt in 1std04min fahre und die zweite Runde mit 204 Watt in 1std01min hatte ich auf der zweiten Runde A) einen permanenten Rückenwind B) ein Moped vor mir oder C) ein Paket von 25 Radfahrern die auf mich aufgefahren sind. C) ist richtig und wenn man bedenkt dass diese Gruppe auch in der ersten Runde bloß 200 Watt gefahren sind haben die ordentlich Körner gespart.

Dass meine Laufperformance nicht die beste ist habe ich befürchtet, ich habe es deutlich zu Gunsten des Schwimmens vernachlässigt. ABER DASS SIE SO SCHLECHT IST HABE ICH MIR NICHT GEDACHT!!! 10min langsamer als der spätere Sieger Frederic Kohl trottete ich über den Schotter, da fehlt noch einiges! Als Gesamt 29. kam ich nach knapp 4 Stunden ins Ziel (Gesamtergebnis) was Bronze in der AK-Wertung bei den österr. Meisterschaften bedeutet. (Ergebnis ÖM)

Auch wenn ich nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis bin hilft es mir doch meine weitere Saison und das Training zu planen, da ich nun weiß wo und wie ich wirklich hart arbeiten muß. Der nächste Bewerb ist in 2 Wochen der 1/2 Ironman St.Pölten - da erwarte ich mir auch nicht zu viel außer New Facts bzgl meinem Trainingszustand

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Neue Saison - neues Glück!

So wenig Prozent meiner Topform wie heuer hatte ich um diese Jahreszeit noch nie! Ganz ehrlich (und ohne tiefzustapeln!), das Training der letzten Wochen hat schon sehr zu wünschen übrig gelassen.

Während ich in Fuerteventura noch “richtig gedrückt und gezogen” habe, bin ich die letzten 4 Wochen nicht mehr in den Tritt gekommen. Anfangs hemmte mich eine leichte Krankheit, dann der Lehrwartekurs Triathlon und schlußendlich meine Aufgabe als Trainer, Obmann und Coach. Unser neuer Verein RATS Amstetten bedarf dauernder Betreuung, die Kinder des Vereines nicht viel weniger und schlußendlich möchte ich natürlich auch den Athleten, die ich betreue, beim Start in die neue Saison bestmöglich unter die Arme greifen. Da nächste Woche die Prüfung ansteht und dann auch noch der 1/2 Ironman St.Pölten wird meine Form bis zum Ironman Klagenfurt auch nicht mehr 100% erreichen

Wie auch immer, mein Sasionhöhepunkt ist weiterhin Hawaii im Oktober und da ist es ganz fein wenn man nicht bereits im Mai mental ausgebrannt ist. Wobei ich auch zu bedenken gebe: 90% meiner Topform HEUER können genauso gut  werden wie 95% meiner Topform der letzten Jahre –> die erste Formüberprüfung gibt es bereits am Samstag, bei der Staatsmeisterschaft “Double Olympic” (2,1km Swim+77km Rad+20km Lauf). Ergebnsisse gibt es unter www.pentek-timing.at

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LW Tria in Linz

Scharfe Sachen was wir da beim Lehrwartekurs Triathlon erfahren haben! Sehr kompetente Vortragende wie Oliver Bachmann und Marco Wolf haben uns in die Geheimnisse des Spitzensports eingewiesen. Heute Vormittag gab es einen 1000m Test im 50er Becken auf der Gugl. Für meine letzten verkorksten Tage und die angeschlagene Gesundheit (es war wieder einmal ein Virus - Schweinepest?) waren runde 15min ganz ok. Ich glaube dass es jetzt wieder ein bisserl bergauf geht.Und zum Abschluß ging es in den Pleschingersee der Anfangs saukalt aber schlußendlich doch ganz angenehm war. Wasserballspiele und “blind schwimmen”, bei dem ich gemeinsam mit Vicky (=Weltrekordhalterin im un jetzt kommt’s: 9 (neun!) Stunden Dauerschwimmen im Endlesspool) und Fridrik Christian einige Runden im Kreis geschwommen bin, haben uns ordentlich eingeheizt.

Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf: der neu G-Range von Sailfish ist eine Klasse für sich. Da spürt man keine Beine mehr hängen, da braucht man nur mehr paddeln was geht!

Schräge Vögel hatten wir auch dabei, aber es war ein echter Spaß!

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