Archive for September, 2009
Eine weite Reise…
…ist es bis man endlich hier in Kailua Kona auf Big Island Hawaii ist. Von Linz über Frankfurt, Grönland, Kanada und Francisco mit Übernachtung bin ich 2 Tage später in Kona angekommen.
Auf diesen Anblick habe ich mich lange gefreut: die Strohhütten des Flughafens. Und dann steht man da in der Sonne auf der Stiege des Flugzeuges, lange Hose und darunter die Kompressionshose, langes Shirt und die Jacke umgehängt und keine Sonnenbrillen bei der Hand - immer das gleiche Desaster! Dann bekommt man einen Hitzschlag bei 36° und 95% Luftfeuchte und denkt sich: “Marathon? Hier? Wie bitte?”
Auto geholt, Zeug verstaut und ab auf den Highway. Wer ist der allerallerallerallererste Athlet den ich sehe? Der Plank Herbert, kein Brösel! Weiter ins (traumhafte Appartment), Rad zusammengebaut und noch bevor irgendwas anderes passiert eine lockere Ausfahrt (sonst wäre ich eingeschlafen!). Und wer ist der allerallererste den ich treffe? Der Vonach Thomas! Die Welt ist ein Mikrokosmos und man trifft am (anderen) Ende immer die, die man am wenigsten erwartet!
Und wer ist noch bereists vor Ort? die professionellsten Profis des Triathlon-Mikrokosmus: das deutsche Commerzbank Team, schneidig wie die vorfahren!
Und was ist mit der Sicherheit? Wie schon 2006, als ein Erdbeben die Insel erschütterte, gab es gestern eine Tsunami Warnung, die ich eigentlich erst heute auf Radio Wien gehört habe. Zum Glück schon wieder Entwarnung, aber das Laufen funktioniert eh auch schon wieder recht gut. Was fehlt noch, ein Vulkanausbruch?!?
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Herbstzeit ist TV Zeit
Und wer Zeit hat kann sich ja einige tolle Übertragungen reinziehen:
- Montag, 21.09: TW1, 20.15Uhr Trimotion (ausnützen solange es noch TW1 gibt)
- Donnerstag, 24.09: Eurosport, 11.15-12.00Uhr: Planet Armstrong (wer noch nicht genug von ihm hat)
- anschließend: Radsport: WM Zeitfahren Herren (davon kann man nie genug haben)
- Freitag, 25.09: TW1, 22.45Uhr: Das Mostviertel, da siehst du wo ich mich so den ganzen Tag hermutreibe
12km Zeitfahren
Mittlerweile ist das 12km Zeitfahren des RC Urltal ein Klassiker, welches ich letztes Jahr wegen Wisconsin auslassen mußte und die Jahre davor ohne dem, auf Grund einer Baustelle eingeführten “Ohrwaschel”, zu fahren war. Daher sind die Zeiten nicht wirklich gut zu vergleichen, aber eines ist amtlich: heuer habe ich eine Topform am Rad (verglichen mit den letzten Jahren). Dass mir die Spitze immer noch eine ganze Minute abnimmt sei dahingestellt, ich brauche mir nichts vorzuwerfen!
Nach einem 60minütigen Einfahren bin ich erst unmittelbar vor dem Start (und super aufgewärmt) von der Rolle herunter. Daher konnte ich auch gleich voll in die Eisen steigen und immer weit über 300 Watt treten. Am Ende hatte ich 17min56sec (Gesamtergebnis) stehen und auf den besten Mostviertler IBY Günther einen Rückstand von 40sec. 2007 (Ergebnis 2007) hatte ich auf ihn auf kürzerer Strecke einen Rückstand von 1min10sec. 2007 fuhr ich die Strecke mit 276Watt, 39km/h, 88 U/min und HF 177. Gestern schaffte ich 336 Watt, 41km/h, 97U/min und HF178. Was noch anzumerken ist und das eigentlich wichtigste ist: 2007 hatte ich 72kg, gestern früh 69kg. Das bedeutet dass ich gestern 4,87Watt/kg Körpergewicht und vor 2 Jahren gerade einmal 3,83 Watt/kg KG treten konnte!! Trotzdem bekam ich das letzte mal einen Pokal - gestern nicht einmal einen Blumentopf
Vielleicht werde ich diese anaerobe Belastungen im nächsten Jahr ein bisserl mehr trainieren, das macht echt Spaß so kurze Zeit sooo hinzuhalten. Auch das restliche Training gibt mir Grund zur Hoffnung für den X.10: Schwimmen geht gut mit toller Wasserlage und langen Zügen, Laufen heute endlich einmal eine knappe 3 Stunden Einheit mit gutem Tempo. 4 Wochen noch, dann werden wir genaueres wissen!
Comments are off for this postEntgiftung am steinernen Meer
Normalerweise pflege ich meine Entgiftungs- und Darmreinigungswoche am Beginn der Saison abzuhalten, diesmal wollte mein Körper scheinbar etwas früher diese unangenehme Prozedur hinter sich bringen. Bei der tollsten Tri Motion die Österreich zu bieten hat ging ich (gemeinsam mit 3 Vereinskollegen) ins letzte Triathlonrennen auf heimischen Boden. Nachdem ich hier bereits 2006 gesamt Vierter war hatte ich das Rennen in guter Erinnerung.
Nach den schweren Regenfällen und dem Temperatursturz der letzten Tage wußte ich bereits dass dies für einen Sonnenanbeter wie mich nicht einfach werden würde. Beim Schwimmen war ich wie gewohnt die ersten 50m an erster Stelle, vermutlich weil die anderen das verfrühte Startsignal nicht hörten und ich die Innenbahn ausgewählt habe. Danach mußte ich einige an mir vorbeiziehen lassen und stieg nach 2000m als 32er aus dem Wasser. Am Rad konnte ich dann ob der obligatorischen Anfangskrämpfe nur wenig Druck machen, aber mittlerweile weiß ich ja was ich zu tun habe. 10km einrollen und dann mächtig drücken, was mir auch gut gelang. Trotz Kälte (Kuso, anfangs habe ich dich für dein Longsleeve Shirt belächelt, danach beneidet) konnte ich mich stetig von den Verfolgern absetzen und kämpfte mich nach 75km bis auf Platz 18 vor. Zu Ende merkte ich jedoch ein ungewohntes Rumoren in der Magengegend. Üblicherweise kann ich zu mir nehmen was ich will, ich habe da einen Magen wie ein Schweinderl. Nicht so mit Peeroton-Sportdrinks. Die haben es geschafft meinen Verdauungstrakt zu beleidigen!
Nach dem zweiten Wechsel galt mein erster Gedanke nur dem nächsten Gebüsch. Glücklicherweise hat ein Ort wie Saalfelden noch einges von dem Grünzeug stehen gelassen. Also verkroch ich mich wie ein Dieb, schälte mich aus dem (weißen!) Einteiler und tat was ein Mann in so einem Falle tun muß. Zu dem Zeitpunkt war mir bereist klar, dass ich die abschließenden 22km ohne jegliche Verpflegung durchhalten müßte. Bei km 5 mußte dann eine warme Hauswand herhalten. Da dauerte meine Sitzung dann bereits so lange, dass ich bereits Krämpfe in der Schranzhocke bekam. Zurück auf der Laufstrecke haben mich schon wieder mindestens 15 Athleten überholt. Auf den Labestellen, bei denen ich üblicherweise Gel und Cola bis zum Abwinken in mich schütte, blieb ich nur zum Händewaschen stehen. Ja grauslich! Aber auch so ist der Triathlon. Ein dritter und letzter Abstecher ins Gemüse gab mir Gewissheit, dass ich das Rennen nicht mehr gewinnen werde.
Nach 4std11min war es dann endlich vorbei (Ergebnis) und ich beendete als gesamt 22er und Sieger in meiner AK40 (derwarten muß man es können!) das Rennen. Resümee: Schwimmen und Radfahren top, Laufen ok aber noch nicht top.
Meine Vereinskollegen erreichten mit Harald Kusolitsch den 37.Rang, Plank Herbert den 39.Rang, Köhler Roman den 70.Rang und Reibl Christian nach schweren Problemen den 195.Rang. Die RATS-Vereinskohlen aus dem Feuer rettete jedoch wieder “Nik the running Fish” - Gesamtsieg in der AK 2003/2002 beim Aquathlon über 25m Schwimmen und 400m Laufen
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