Archive for October, 2009
SMS von Jürgen:
“Servas Bernd, wo is, a lockere MTB Ausfahrt?” “Passt, wenn wir wirklich locker fahren bin ich dabei, aber nicht mehr als 90 Minuten!” Jeder der den Jürgen Kaindl (Amstettner MTB Ass mit Pro Lizenz) kennt und schon einmal von mir gehört hat kann sich vorstellen wie diese lockere Ausfahrt geendet hat: nach 90 Minuten waren wir erst am Sonntagberg und ich hatte einen durchschnittlichen Puls von geschätzten und gefühlten 220 Schlägen pro Minute. Die Beine haben gebrannt da ich doch meine letzte “lockere” Einheit am 10.Oktober am Queen K. Highway absolviert habe, aber es war echt geeeeiiiiiiil! Vielleicht mache ich ja einmal einen X-Terra in Österreich. Mein letztes MTB Rennen liegt 6 Jahre zurück: 2003 X-Terra WM in Maui.
Und erstmals machte ich (als ausgewiesener Hundeliebhaber -ich hatte und habe immer schon Hunde gehabt!) eine unangenehme Bekanntschaft mit einem “Dreck-Bastardel”. Anfangs hat er nur ein wenig geschnuppert, er hat nicht gebellt oder geknurrt und auf einmal zugebissen. Voll ins Wadel! Der Jürgen sagt noch (weil ich gleich als ganzes umgefallen bin): “Wos is, hat er dich gestupst?” Er konnte meine Verletzung Verwundung (…war ja im Kampfeinsatz…) gar nicht glauben. Das hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt!
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Schweinehunde auf der Schulbank
Triathlontrainer Ausbildung: das Höchste der Gefühle für die Bezwinger der inneren Schweinehunde! Und so absolvieren Norbert und ich zur Zeit die erste von 5 Wochen(enden) in Innsbruck.
EXTREM (!!!!) interessant hierbei war der 2 tägige Monolog des Herrn “Möller”, seines Zeichens Leistungsdiagnostiker am Institut für angewandte Trainingswissenschaften in Leipzig. Er führte uns in die geheimnsivolle Welt der Strukturen des DTV ein, erklärte uns die Leistungsdiagnostik, den langfristigen Trainingsaufbau, und, und, und… stundenlang Theorie, stundenlang toll! Kein Wunder warum die Deutschen den Weltmeister 2007 und Olympiasieger 2008 stellen! Kein Wunder warum wir keinen haben…..
Morgen sind wir den ganzen Vormittag zum MTB in der Innsbrucker Bergwelt, danach wieder heim und in 2 Wochen geht es weiter. Da kommt dann der ehemalige Trainier von Markus Rogan und aktueller Sportdirektor des ÖTRV, Robert Michlmayr. Bin schon neugierig ob der da mithalten kann??
Deutscher Trainingsplan der deutschen Nachwuchsathleten
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Und morgen geht es wieder nach Hause - ich freue mich schon!
Hawaii, lebe wohl! Es gibt so viele weitere, tolle Destinationen und es werden sich in den nächsten 40 Jahren vermutlich nicht alle ausgehen. Viermal in Hawaii ist dann ja eh schon ganz schön viel…..
Die Bildergalerie gibt es hier
Comments are off for this postMeine gesammelten Wundwerke
Und das schreibe ich jetzt nicht um mich im Nachhinein für etwas zu rechtfertigen:
Begonnen hat alles vor ziemlich genau einem Jahr nach meiner Rückkehr aus Wisconsin. Nach einigen lockeren Tagen/Wochen habe ich einige Zeit ein Schwimmschwergewicht gesetzt und wollte mich auch in den Nebenlagen etwas verbessern. Besonders das Delphinschwimmen hat es mir angetan und beim Vorbringen der Arme hat es dann ein paar mal ordentlich in der Schulter gezogen bis gar nichts mehr ging. Mein Freund und sportmedizinischer Berater Dr. Heinrich Lenz hat es als eine klassische “Slap Läsion” diagnostistiziert, die dann auch durch ein MR bestätigt wurde. Klassische Therapie: Operation mit einem Heilungsprozess von ca 4 Monaten. Nachdem ich mit zwei eingegipsten Armen alleine nicht einmal aufs Häusl hätte gehen können und 8 Monate viel zu lange gewesen wären empfahl mir Heini zu Sandra Heiligenbrunner zu gehen, eine anerkannte Physiotherapeutin in der Gegend. Nach 8 Wochen harter Arbeit (=täglich!!!! 30 Minuten Gymnastik) hatten wir die Antagonisten (Gegenspieler) soweit gestärkt, dass ich wieder schmerzfrei schwimmen konnte. Ich war vom “ohne Kurzhantel geht gar nix Kämpfer” zur “Theraband am besten grün-Mimose” mutiert.
Dadurch dass meine Schulter- und Rückenmuskulatur nun besser arbeitete und ich aufrechter stand entstand das nächste Problem: ich bekam beim Laufen starke Rückenprobleme denn ich haben eine stark gekrümmte Brustwirbelsäule (BWS). Mit vielen weiteren Übungen konnte ich nun meine Rückenprobleme in den Griff bekommen, jedoch hatte ich nun nach dem Radfahren regelmäßige Knieschmerzen und das Gefühl, als wenn 2-3 Gelenke in der BWS blockiert wären.
Nun empfahl mir Sandra die Ostheopatin Gattermeier Irmgard aufzusuchen. Nun kam auch noch der Peziball ins Spiel und ich fuhr 10 Wochen lang regelmäßig nach Waidhofen (25km One way) Den Oberkörper haben wir so in Griff bekommen, dass ich alles trainieren konnte und ab Juli auch in hoher Intensität. Sobald ich Schmerzen bekam wußte ich wie ich wo gegensteuern mußte. Glücklicherweise habe ich hier in Kona eine große Terasse, die sieht aus wie ein pysiotherapeutischer Behandlungsraum)
Nun begannen meine Beine zu rebellieren: zuerst das Knie beim Radfahren, das ich mit Hilfe einer kleinen Sitzpositionsänderung korrigieren konnte aber schlussendlich auch meine Fußsohle, die mich schmerzhaft bis nach Hawaii begleitet hat. Durch einen starken Knick/Senk/Spreiz/Überpronationsfuß und was weiß ich alles habe ich ohne gute gedämpfte Schuhe starke Schmerzen im Fersenbein. Nun betrat die dritte, aber eigentlich meine Lieblingstherapeutin, die Bühne: Gieber Sabine, die mich schon seit langem betreut und immer wieder tolle Tips parat hat. Gemeinsam mit ihr und einigen Materialumstellungen machte ich auch hier Fortschritte. Was es heißt mit “Asics 2010 Schischuhen” zu laufen wenn man schon einmal den Saucony A2 Ballettschuh gelaufen ist kann man sich vorstellen. (beim Race habe ich etwas getrickst und eigene Einlagen in einen Zoot gebastelt)
Trotz allem bin ich der Meinung dass der Triathlonsport gesund ist
Enjoy the day-have fun!
Das waren Lenny’s letzte Worte. “Geh zu Beginn nicht zu oft drüber!” Das waren Norbert’s letzte Worte. Und was habe ich gemacht? Yes Lenny, I DID enyoy the race! Und drüber bin ich kein einziges Mal gegangen. Es war ein guter Tag, ein verdammt guter sogar - man darf nur nicht in die Versuchung kommen, dieses gewisse Rennen auf die Zeit und die Platzierung zu reduzieren. Nimm Dir gefälligst die Zeit alles genau zu lesen, ich habe mich extra nach dem Rennen noch hergesetzt um deinen Wissensdurst zu stillen!
Der Schwimmstart geht bei 100 Athleten weit gemütlicher ab als im 1800er Feld der Amateure, da schwimmt man sich viel leichter frei wenn einem die Ranghackelei zu viel wird. Der Nachteil ist, dass es nicht so viele verschiedene Schwimmpakete gibt. Und so mußte ich mich mit jenem Paket begnügen, in dem ich schlußendlich mit 1std03min aus dem Pazifik stieg. Wenn man bedenkt dass ich 2006 ohne Speedsuit (=FINA Schwimmanzug) um 45sec schneller war, dann liegt das nicht an der aktuellen Schwimmleistung, sondern daran, dass ich alleine an der Spitze eines Feldes nicht viel ausgerichtet hätte. Dafür war das der ideale Auftakt, denn ich hatte immer einen tiefen Puls, einen schönen Armzug und konnte mir die Kona-Seaworld ein letztes mal geben. Faszinierend!
Am Rad bin ich die ersten 60km hinter einer Frauengruppe nachgefahren, die ein (für mich) horrendes Tempo gekracht ist. Ich hatte immer 240 Watt am SRM stehen, mich wunderte wie die das treten konnte und wartete nur auf die einzelnen Explosionen der Mädels. Ab Waikaloa bei km 50 sind dann die ersten zerbrochen, 10km später war ich alleine und die Partie um Wallenhorst, van Vlerken und Natascha Badmann war nicht mehr gesehen. Ab diesem Zeitpunkt war ich bis ins Ziel vollkommen auf mich alleine gestellt, die Ageprouper die mich überholten waren zu stark für mich und ganz ehrlich: ich wollte mich einfach nicht stressen lassen. Mit 5 Stunden 11min bin ich zwar an der Zielzeit um 11min vorbeigeschrammt, dafür hatte ich keinen einzigen Durchhänger.
Ein Marathon an sich ist schon kein Bröserl, beim Ironman schon gar nicht aber beim Ironman Hawaii wird er zur echten Herausforderung. Die ersten 10km hatte ich einen satten 4min15er Schnitt, das hätte gepasst wenn es nicht diesen kleinen, klitezkleinen, wutzikleinen Einbruch gegeben hätte. Ich vemisste den Luftzug vom Radfahren, es war plötzlich sauheiß und das Cola hat noch nicht gewirkt. Das war echt hart, da wollte ich gerne heim. Aber da ich weiß, dass das alle einmal wollen (bei einem Ironman) habe ich drauf gesch… und habe meinen Job gemacht. Ich kam bald wieder in Tritt, habe alle Agegrouper angefeuert die mich überholt haben und einfach nur “enjoyed”. 3std 20min die Laufzeit. Ich gebe aber allen “nur” Marathonläufern zu bedenken, dass man auf den 42,2km auf Big Island gut beraten ist bei JEDER Labestation (alle 1,5km) zu trinken und ein Gel zu schlucken, außerden empfiehlt es sich Wasser über den Schädel zu leeren, sich mit Schwämmen abzureiben und Eis unter das Kapperl zu geben. Sonst erlebt man irgendwann die nächste Labestation nicht mehr. Neben einem nassen Traithlonanzug und Wasserpatschen mußte ich ab km30 wieder mit ordentlichen Blutblasen kämpfen. Also die 3std20 muß man relativ betrachten (vgl 2std55!!! aus 2006)
Naja und dann der Zieleinlauf: ich habemir eine Österreichflagge geschnappt, hatte vor mir keine und wußte dass ich alle Zeit der Welt habe um meine Freunde zu Hause vor den Bildschirmen (und im Mojo?) zu grüßen. Das habe ich echt genossen! Mit 9std36min gesamt 123er, 60er Pro und irgendwas um fünftbester Österreicher.
Und die anderen? Neuerliche tolle Siege von Crowie und Chrisie! Das Mädel ist echt ein Wahnsinn-neuer Streckenrekord! Bester Österreicher: Weiss Michi als 25er mit 3bester Radzeit und meiner Schwimm- und Laufzeit. Man kann halten von ihm was man will, aber das war für den ersten IM toll (mit gesamt 8std55min feheln ihm genau 60sec auf meine Zeit aus 2006) Hut ab auch vor Renko “Rocco” Max, der Weltmeister der AK 18 wurde-jetzt ist Zeit dass Du umsteigst!
Aber am meisten freut mich die Leistungsteigerung (wie vorhergesagt) von Herbert Plank: mit eine Schwimmzeit von 1std18 (-9min von 2008), einer Radzeit von 5std28min (-14min) und einer Laufzeit von 3std17min (-1min30) war er mit Gesamt 10std11min um 27min(!) schneller als letztes Jahr. Und jetzt gehen wir die 9er Zeit an!
Soda, habe Eis am Knie, Wundsalbe auf den Wunden, Blasenpflaster auf den Blasen, ein Mörder-Gitarrensolo von Angus Young in den Ohren und bereits 3 Bud Light in den Venen. Zeit über meine Zukunft nachzudenken. Sage ich am Mittwoch “Lebe wohl” oder nur “Auf Wiedersehen”?
Lies demnächst: “Meine gesammelten Wundwerke der letzten 12 Monate - keine Ausreden! ”
Leider habe ich noch keine aktuellen Rennfotos, werden nachgereicht! Aber schau was ich um 04.00Uhr alles verdrücken kann!
Comments are off for this postNur noch 13 Stunden…
…dann geht es los. Erstmals seit langer Zeit bin auch ich nervös. Die letzten Races habe ich extrem locker und entspannt gesehen - aber ich weiß dass da draußen 1799 Athleten noch mehr flippen als ich. Beim Räder Einchecken heute Nachmittag konnte man das schon deutlich sehen.
Die letzten Stunden/Tage mit wenig Training konnte ich ein wenig auf der Expo stöbern - neben tollen ZF-Rädern für Erwachsene hatte Trek auch eines für den Nachwuchs im Programm. Eie ich die Amis einschätze ist dies nicht nur ein Ausstellungsstück (click to enlarge!)
Naja, aber die meiste Zeit sitze ich im Appartement, lese und surfe ein wenig die NICHT-Triathlonseiten ab. Aber hin und wieder passiert es einfach und ich stoße auf ein Forum wo kritisiert wird dass u.a. auch ich nicht bei der Nations-Parade dabei war. Stimmt! Ich war auch 2006 nicht dabei weil das einfach nicht mein Ding ist. Ich gehe auch auf keine Pastaparty (ich koche doch viel besser!) oder andere Menschenansammlungen so kurz vor einem wichtigen Rennen. Habe gehört dass sich Stadler schon wieder was eingefangen hat, das einzige was in den letzten 7 Tagen geschüttelt wird ist meine Trinkflasche und andere Kleinigkeiten-aber keine Hände!
Apropos Trinkflasche: ich habe hier die letzten 5 Tage täglich 2 Gallonen Wasser vernichtet! Das sind gute 8 Liter Safti täglich wenn man das Gatorade dazurechnet, das einem an jeder Ecke eingeflösst wird. Dazu kamen “SaltStickCaps” - nicht wenige! The Result? Ich speichere Wasser wie ein Kamel und fühle mich wie ein Michelinmanderl. Aber spätestens nach 100km Rad ist das wieder herunten, und dann werden wir sehen wer die meisten Reserven hat.
Apropos Gallonen: habe heute 4,1 Gallonen um 15US$ in meinen Mietwagen getankt. Für alle die rechenfaul sind: hier kostet der Liter Sprit 68 Eurocent, das sind 9,35 ATS in der echten Währung. Soviel zum Thema: wir können uns dicke Autos leisten und die Umwelt verpessten!
Apropos Treib-Haus-Effekt: meine 2 Gallonen wollen raus!
Ich mache Schluß, wünsche mir einen tollen Wettkampf und wir sehen uns dann morgen wieder! Dann werden wir sehen ob wir nicht wieder den Schalter Ghandi-Elvis finden und endlich wieder gemütlich sein können! Aloha!
Comments are off for this postTV Alternative
http://www.universalsports.com/ViewArticle.dbml?SPID=13056&DB_OEM_ID=23000&ATCLID=204808415
Universalports überträgt ebenfalls live im Intenet als Alternative zu ironman.com
Comments are off for this postBerndi (live) im Radio Arabella
Aufgepasst es ist soweit:
- Freitag, 09.Okt um 15.40Uhr und um 18.40 Uhr
- Montag, 12.Okt um 08.40Uhr
Berndi (live) im Radio Arabella 96,5 bzw 107,7 oder Live Stream unter http://www.arabella-music.com/webradio/arabella-webradio_swf.html- stay tuned!
