Keller Bernhard

2009

Bevor ich in die Zukunft blicke und darüber nachdenke wie es weitergeht, denke ich über das abgelaufene Jahr nach, das mit dem Start als Profi bei der WM in Hawaii für meine Begriffe den Höhepunkt meiner Karriere darstellte. Vielleicht war das Ergebnis dann nicht so wie es sich einige erwartet hätten, aber ich habe mittlerweile ein (sportliches) Alter erreicht wo man nicht mehr soviel darauf gibt was die Mitmenschen von der erbrachten Leistung halten. Am Beginn meiner Karriere legte ich größtes Augenmerk auf die Selbstbeweihräucherung und eine gute Presse. Mir war wichtig dass die Laufschuhe zum Rennanzug passten und meinen Erfolg maß ich an der Häufigkeit der Pressemeldungen und Klicks auf meiner Website.

Ich denke, dass die lokalen Medien sicher einen wichtigen Beitrag dazu leisteten, dass ich Sponsoren fand, die bereit waren mein Leben als Profi zu finanzieren - und ich konnte diesen Ball auch immer recht gut spielen. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl aus diesen Schuhen herausgewachsen zu sein. Immer noch freut es mich, wenn meine  sportlichen Leistungen erwähnt werden und ich die Möglichkeit habe mein Umfeld mit Stories in diesem Blog zu unterhalten.

Und so bin ich eigentlich schon sehr zufrieden wenn ich morgens um 05.00Uhr aufstehe, in den Spiegel blicke und sagen kann: “Guter Junge! Du hast viele Jahre Deine Pflicht getan, bist bald 41 Jahre und jetzt kommt die Kür! Du bist niemandem außer deine Familie Rechenschaft schuldig! Setze deine Ziele so, dass Du neben Deinen Aufgaben als Vater, Trainer und Obmann des besten Vereines der Welt noch genug Zeit für die schönste NEBENsache der Welt hast. Also geh’ hinaus und zeig den Rotzbuben wie man richtig schwimmt!” 

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